Volkmann, Gesichtssinn.
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Welchen Werth auch manche von diesen Resultaten haben mögen: vielevon ihnen sind gewiß sehr schätzenöwerth, und vor allem ist der Weg,den er zu ihrer Erreichung eingeschlagen hat, hier und überall derbeste, wo eS sich darum handelt, der Narur ihre Geheimnisse abzu-locken, und in der Erkenntniß derselben fortzurücken. Daß dann, amEnde der Untersuchung, das gewonnene Resultat in der Gestalt einesLehrsatzes ausgestellt wird, trägt sehr zur Deutlichkeit und Bestimmt-heit deS VortrageS bei.
Daß der Verfasser mit der Mathematik nicht hinlänglich bekanntist, beklagt er selbst in der Vorrede, und wir hatten im Verlaufe derSchrift öfter Gelegenheit, in dieselbe Klage mit einzustimmen. Gewißwürde mancher Abschnitt deS Werkes ganz anders ausgefallen seyn,wenn er seinen Untersuchungen eine mathematische Unterlage hätte ge-ben können. Die Optik ist mit dieser Folie schon seit Newton ver-sehen worden, und ihr sie rauben, würde sie entwürdigen heißen. DasWort Plato'S: «x Etru», hat auch bei dieser Wissen-
schaft ihre volle Anwendung, und nur wegen dem Mangel dieser Folieist der Verfasser, ungeachtet seines unverkennbaren Bestrebens, alleüauf unmittelbare Beobachtungen und Experimente zurückzuführen, zu-weilen auf den Abweg gerathen, die Erscheinungen, welche ihm seineExperimente darboten, statt sie der eigentlichen Messung und Berech-nung zu unterwerfen, auf bloße subjective Empfindungen zu-rückführen, auf psychologische, nicht physiologische, und noch wenigerauf rein mathematische Art entwickeln zu wollen. Dadurch würdeaber der Wissenschaft jene Unterlage, ihr größter Schatz, geraubt, undihr weiterer Fortgang unmöglich gemacht werden: sie würde fortan nichtmehr den mathematischen, sondern den philosophischen Doctrinen bei-gezählt werden müssen, und wir zweifeln sehr, daß sie und wir selbstdabei gewinnen würden.
Noch müssen wir bemerken, daß der anatomische Theil der Schrift,der unö fremd ist, den ungeteilten Beifall eines unserer vorzüglich-sten Aerzte und Physiologen erhalten hat, der auch, bei einer nahenGelegenheit, seine Ansicht über diesen Gegenstand selbst auSzusprechengedenkt.