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regelmäßig durchging, daß auch sein einziger Ton darin fehlte. —Man behauptet häufig, daß die aus der Luft kommenden und demGehörorgan mitgetheilten Schwingungen sich durch die festen TheiledcS KopfeS bis zum Hörnersen fortpflanzen; aber die Beweise, dieman dafür anführt, sind von keinem Gewicht, wie die zwei hier S.
131 angeführten Beispiele von Esser und Jtard zeigen. Eben so «ist die Spannung des Trommelfells weder zur Verstärkung, noch, wieeinige sonderbar genug glaubten, zur Schwächung des Tons, sondernnur zur Hervorhebung eines einzelnen Schalls vor allen anderen be-stimmt. Diese Spannung des Trommelfells und der weichen Theile -
des LabirinthS ist willkührlich, und ihre nächste veranlassende Ursache j
ist das Aufmerken auf einzelne Töne, etwa so, wie sich auch die Pu- ;
pille deS Auges erweitert und verengert, wenn die Aufmerksamkeit auf ,
einen nahen oder fernen Gegenstand gerichtet ist. — Das äußere i
Ohr ist beinahe ausschließend nur den Säugethieren eigen. Es leistet, >
wenn es trichterförmig ist, die Dienste eines Hörrohrs, allein eS mußoffenbar noch andere Zwecke haben, da man sich sonst die Leisten,Ecken und Gänge desselben nicht erklären könnte. Es scheint daher,daß das äußere Ohr mehr ein Mittel zur Beurtheilung der Richtungdes Schalles ist; da der Schall von fenen Gängen des äußeren Ohres ^
immer anders gebrochen wird, wenn er aus verschiedenen Richtungen j
zu dem Ohre gelangt. !
Gegenstand des Gernchö ist alles, was die athembare Luft in >sich aufgelöst enthält. Viele riechbare Substanzen, wie Moschus, Ca- !
storeum u. f. sind nur in der Luft, nicht im Wasser, auflösbar, daher !
die Wasserthiere, wenn sie gleich in ihre Respirationsorgane Wasser >
aufnehmen, dieß doch nur der darin enthaltenen Luft wegen thun. :
Wäre dies nicht der Fall, so würde eS für sie keinen Unterschied zwi- jschen Geruch und Geschmack geben. Die meisten Thiere brauchen denGeruch als Wächter und Prüfer beim Athemholen und als Untersu- ichnngSmittel bei der Wahl ihrer Nahrung. Ob man gleich die Or-gane deS Geruchs bei vielen Thieren nicht nachweisen kann, so siehtman doch an ihren Handlungen deutlich, daß sie Geruch besitzen. Sogehen viele Insekten den riechenden Körpern selbst dann nach, wenn sievor ihren Augen verborgen sind. Die Wirbelthiere besitzen übrigensalle deutliche Geruchswerkzeuge, die aber bei den Luft- und Waffer-athmenden verschieden sind. Ueber das Riechen der Fische hat mannoch wenige zuverlässige Beobachtungen. Alle Wirbelthiere, die luft-athmend sind, riechen bloß durch die eingeathmete Luft und bei ihnen