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Dritter Band.
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Schultze, mikroskopische Untersuchungen. 139

zwanzig gänzlich verschiedene Bestandtheile gefunden habe, die hierohne nähere Unterscheidung alle aufgezählt werden. Diese Bestand-theile sind in ihrem ausgebildeten Zustande eben so sehr unter einan-der verschieden, als der Muskel vom Nerven, die Sehne vom Blut-gefäß, das Haar vom Knochen und das Blut von der Milch. Diebloße mikroskopische Betrachtung des Auges einer Stubenfliege reichtschon hin, sich zu überzeugen, daß in diesem kleinen Organ wenig-stens fünf wesentlich verschiedene Elementartheile vorhanden sind.Das Mikroscop entdeckt hier dieselbe Unähnlichkeit des feinen Gewe-beS, aus welchem dieses Auge besteht, als schon der Beobachter ohneMikroskop bei den einzelnen Theilen des menschlichen Auges, derHornhaut, Krpstalllinse, Iris, Aderhaut u. f. bemerkt. Die Blut-kügelchen des Menschen sind ferner an Größe und Gestalt von denendes Salamanders oder des Frosches völlig verschieden. Schon Du-trochet hat in seinen llecliexelies sur la 8lruotur6 intime cies ani-msux, ksri8 1824, dieselbe unhaltbare Behauptung aufgestellt, daßdie thierischen Körper, so wie die Nahrungsmittel, welche sie zu sichnehmen, ganz aus solchen Kügelchen zusammengesetzt sind, und daßdie Verdauung nur in der Trennung dieser Kügelchen besteht, wo siedann als Blutkügelchen erscheinen, die nach einem herumschweisendenLeben im thierischen Körper sich endlich in dem Gewebe der Organefiriren, wodurch er die Ernährung und daö Wachsen dieser Thiere zuerklären glaubt.

Was ferner der Verfasser S. 24 und 25 gegen die Moleculensagt, die Brown in der Textur der unorganischen Körper, z. B.der Steine und Metalle, gefunden hat, scheint uns allem Uebrigenso weit nachzustehen, daß wir eö, sammt der philologisch-gelehrtenDiatribe S. 10 und 11, besser ganz Übergängen gewünscht hätten,da sie offenbar einen nachtheiligen Schatten auf alles Uebrige wirft.Die Einwürfe von der großen Porosität der Körper, wenn ihre Ele-mente aus Kugeln bestehen sollen, und daß das Bindungsmittel beidem Pulverisiren der Körper sich unter der dort angegebenen Gestaltdem Auge darstellen müßte, sind wohl ohne alles Gewicht, so wiedie Entstehung aller dieser Kugeln durch das bloße Zerstoßen derKörper höchst unwahrscheinlich ist. Wollen wir eS nur lieber geste-hen, daß wir über die eigentliche Textur der Körper und über dieGröße, Gestalt und Zusammenfügung ihrer letzten Elemente noch soviel als gar nichts wissen. Eö ist möglich, eS ist sogar wahrschein-lich, daß diese Elemente der Körper, der belebten wie der leblosen,