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Cuvier, Naturwissenschaften.
BeauvoiS fand in der Grafschaft Rowan in Nordkarolina jmitten in einem Hügel von Thon und Quarz eine über dreihundert -Fuß lange, achtzehn Zoll dicke und gegen zehn Fuß hohe unterirdische -Mauer, die im hohen Alterthume von einem jetzt nicht mehr bekann- !ten Volke erbaut zu seyn scheint. Die Steine, auS welchen sie besteht, -haben vier Kanten, verschmälern sich nach dem einen Ende, und zei- igen unter der Spitze eine kleine Kerbe. Sie sind unter sich durch !eine Art von Thonmörtel verbunden, und auch äußerlich damit bedeckt. ,
Nach Ferussac'S sehr umfassenden geologischen Untersuchungenscheint die Vegetation unserer Erde in der Vorzeit in einer Höhe undbei einem Temperaturgrade, welche heute ihre Entwicklung nicht mehrgestatten, sehr stark gewesen zu seyn. Die Ueberreste derselben bezeu-gen, daß sie der heutigen Vegetation in ihren äußeren Formen sehrähnlich gewesen ist, während wieder die IN den tieferen Theilen un-seres Bodens verborgenen Ueberreste jetzt nur mehr in der heißenZone ähnliche Produkte auffinden lassen. Es scheint daher, daß dieTemperatur der Erde auf ihrer Oberfläche eine bedeutende Verände- ^rung erlitten, und eine Verdrängung der Vegetation von den höher ^gelegenen Theilen nach den mittleren und tieferen Statt gefunden jhabe. Die Vernichtung der verloren gegangenen Thierrassen scheintaus derselben Ursache erfolgt zu seyn.
Moreau de Jonnes untersuchte daö bekannte, in einem Kalk-felsen Guadeloupe's gefundene übersinterte Mcnschengerippe, und !fand, daß die Felsmasse, worin das Gerippe lag, von sehr neuem !Ursprünge ist. Der Minister des Seewesens ließ ein solches Skelett jnach Frankreich bringen, und Cuvier fand jene Voraussetzung iseines neueren Ursprunges vollkommen bestätigt. Diese menschlichen jUeberreste gehören also nicht in jene Klasse fossiler Knochen einer schonlängst entschwundenen Vorwelt, und es bleibt, bis neuere Erfahrungendas Gegentheil beweisen, bei der bisher allgemein angenommenen Mei-nung der Physiker, daß in jener Zeit der Mensch noch nicht eri- ,stirt habe.
Cuvier untersuchte auch im I. 1823 die in der Champagnegefundenen unförmlich dicken Menschenschädel von »»gemeiner Härte,welche von Anderen für Ueberreste einer verschwundenen riesenhaftenMenschenrasse gehalten wurden. Er fand, daß diese Köpfe ihre Un-förmlichkeit einer Knochenkrankheit verdanken. Hieher gehört auch dieNachricht von einer Familie, die sich vor Alters zu VisoS nieder-gelassen hatte, und durch eine so außerordentliche Körpergröße auöge-