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Dritter Band.
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Cuvier, Naturwissenschaften.

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eigens gebauten Saugerüffel unterschieden waren. Von der Kranken,auf welcher sich diese lästigen Gäste besonders bei heißen Tagen insehr großer Menge erzeugten, gingen sie weder auf ihre Wärter, nochauf ihren Mann über, obschon der letzte nach wie vor bei ihr geblie-ben war. Die Besserung des Zustandes der Kranken war nur vonkurzer Dauer: sie unterlag dem Ausbruche dieser Thierchcn, nachdemdieselben angefangen hatten, sich auch in dem Inneren ihres Körperszu erzeugen.

Moreau de Jonnös hat uns nähere Nachrichten über dieschon oben erwähnte gelbe Schlange von Martinique gegeben,welche auf den Antillen so große Verheerungen anrichtet, daß sie dieBevölkerung dieser Insel um ein volles Jahrhundert verspätet hat.Trotz der ununterbrochenen Verfolgung, der sie von allen Einwohnernausgesetzt ist, vermehrt sie sich immer stärker, und bringt jährlich vie-len Menschen, besonders unter den Negern, einen sehr schmerzhaftenTod. Sie wird sechs bis sieben Fuß lang, und ihre Gifthaken sindoft anderthalb Zoll groß. Ihre Geschwindigkeit, außer der Zeit ihrerVerdauung, ist so groß, daß ihr ihre Beute nur selten entgeht. Einwilder Instinkt bestimmte sie, sich auf die Vorübergehenden zu stürzen,und wenn man sie bemerkt, so befindet sie sich gewöhnlich schon ineiner angreifenden Stellung, spiralförmig aufgerollt, den offenen Ra-chen gegen ihren Feind gerichtet, auf den sie sich mit einer starkenSchnellkraft in einem einzigen Augenblick stürzt. Ihr Gehör ist sehrscharf, und sie erwacht bei dem leisesten Geräusch. Ihre hervor-springenden und lebhaften Augen dienen ihr, vermittelst einer starken Er-weiterung ihrer Pupille, bei Nacht eben so gut als bei Tag. Siehält sich gewöhnlich an dunklen Orten auf, und wählt zu ihren Raub-zügen die Abenddämmerung. Sie hat eine sehr starke Lebenskraft,da ihr Körper sich noch halbe Tage bewegt, wenn auch der Kopfschon von dem Rumpfe getrennt ist. Die Fruchtbarkeit dieses gefähr-lichen Thieres ist so groß, daß sie auf einmal gegen sechzig Jungegebiert. Oft stößt man beim Abmähen der Zuckerrohrfelder auf Nestervon hundert und mehr solcher jungen Schlangen, die von zwei odermehr Müttern kommen; diese Zuckerpflanzungen dienen ihnen zumHauptschlupfwinkel, und so hat die Kultur des Bodens in der Thatmehr zur Verbreitung, als zur Verminderung dieser schädlichen Thierebeigetragen. Ihre Hauptnahrung besteht in der ungeheuren Mengevon Ratten, welche die Europäer hieher gebracht haben, und welchenun alle Inseln der Antillen bedecken. ES ist daselbst sehr gefährlich,

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