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Dritter Band.
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Lslbi, ^brexs äs 6soxrspkio.

Schrämbl und Motto in Wien. Unter den von den Regierungenselbst errichteten Karten-Instituten gibt er als die besten die von Pa-ris, London, Wien, Berlin, Petersburg und Mailand an.

Eben so hat er die alte Geographie, wie sie vor der Zeit der Völ-kerwanderung bestand, ganz unberücksichtigt gelassen, weil auch dieseihre eigenen Bearbeiteter erfordert. Man findet darüber, so wie übermehrere andere wesentliche Gegenstände, in dieser Einleitung trefflicheWinke und Bemerkungen, die von jedem, der sich künftig mit derErdkunde beschäftigen will, eine genaue Berücksichtigung verdienen.

Die Uebersicht der reichen und mannigfaltigen Untersuchungen, die hierzur Sprache gebracht werden, wird durch die typographische Einrich- itung sehr erleichtert, nach welcher die Ueberschriften der einzelnen Ge-genstände mit einer Art von Lapidardruck, auf den ersten Blick kennt-lich, hervorgehoben sind.

In Beziehung auf die Quellen, die er benützt hat, gesteht er,daß er von den sogenannten allgemeinen Werken über Geographienur die drei folgenden aufgenommen hat. Ritter'S Erdkunde im ^Verhältniß zur Natur, Malte-Brun'S ?recis üo la LeoZrsMg,und das von einer Gesellschaft rcdigirte: Vollständige Handbuch der /

neuesten Erdbeschreibung. Alle übrigen hat er zu unvollkommen und i

zu fehlerhaft gefunden, um sie seiner Arbeit zu Grunde legen zu kön- !neu. Die meisten von ihnen sind nur werthlose Compilationen, welchedie Fehler und Irrthümer, die sich in die Wissenschaft cingeschlichenhaben, fortzupflanzen bestimmt scheinen. Für spezielle Nachrichten aberstanden ihm eine ganze Menge von periodischen Blättern zu Gebote,deren freier Gebrauch ihm von der Lidlioltiequs 6u Lulleün üos seion-ces und von Jul. Renouard, der eine sehr reiche Sammlung geo-graphischer Schriften besitzt, gegönnt wurde. Die vorzüglichsten der-selben werden hier näher angeführt. Umständlich verbreitet sich derVerfasser Seite 24 u. f. über den zweckmäßigen Gebrauch dieser !

Quellen und über die Mittel, sich vor Irrthümern zu bewahren, wenn tman ihnen unbedingten Glauben beimißt. So gibt uns z. B. Moore 'in seiner schönen und selbst sehr genauen Beschreibung des persischenMeerbusens ein bis in das kleinste Detail sehr getreues, aber doch -

durch seine eigene lebhafte Imagination so verschönertes Gemälde, ^

daß dadurch das Ganze mehr einem Romane, als einer wahren Er-zählung ähnlich wird. Jeder Felsen, jede Perlenbank, jeder Palm- '

Wald, selbst einzelne Pflanzen und Thiere werden mit einer Art von ^

diplomatischer Genauigkeit beschrieben, und doch ist der Gesammt- !