Band 
Dritter Band.
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anders nur die große Erlesenheit, der rege Fleiß und der oft sehrreiche Vorrath von Materialien es gestattete, mit interessanten, in vie-len Beziehungen nützlichen und oft auch ganz neuen scharfsinnigen Be-merkungen ausgestattet ist, so dürfen wir wohl den Ausspruch wagen,daß dieses Werk den vorzüglichsten Rang unter allen bisher erschiene-nen geographischen Schriften behauptet, indem selbst die besten derselbe»,sehr entfernt es zu übertreffen, in den meisten und wichtigsten Be-ziehungen oft weit hinter demselben zurückbleibend erscheinen.

Gehen wir nun noch zu der Betrachtung der einzelnen Länderder fünf Welttheile über, so finden wir hier mit demselben Eifer undmit derselben sichtenden Umsicht, die überall in den vorhergehendenTheilen herrscht, alles Wissenswerthe zusammengetragen, gut geordnetund mit Einsicht und Humanität beurtheilt. Minder wichtige Gegen-stände werden, dem vorgesetzten Zwecke gemäß, Übergängen, und dafürdiejenigen, welche zur Charakteristik des Landes gehören, hervorgeho-ben und anS Licht gebracht. Oft wird die Kritik geübt, wie es voneinem Werke solcher Art und von dem lebhaften südlichen Geiste desVerfassers, der aus jeder Zeile hervorblickt, nicht anders erwartet wer-den konnte, aber nie wird, wie eö in so vielen andern geographischenWerken der Fall ist, die Urbanität beleidigt, sondern vielmehr jedekaustische Bemerkung, die ihm entwischen will, und von der ein ge-übtes Auge nur eben die ersten Spitzen erblickt, sogleich gemildert,und durch eine sanfte Wendung um ihren Stachel gebracht. Wie esdem wahren Verdienste ziemt, wird überall die Beihülfe anderer dank-bar anerkannt, wird Mangel an verläßlichen Nachrichten offen gestan-den, und selbst im gerechten Tadel der Vorgänger, wo man ihn nichtweiter verhehlen konnte, noch Bescheidenheit geübt, und der Wahrheitdas schuldige Opfer mehr unter der Gestalt des Zweifels, als unterder absprechenden und bei uns leider nur zu gewöhnlichen Form einesapodiktischen Spruches gebracht, der keine Gegenrede erlauben undkeinen Widerspruch ertragen kann. Die Besseren unter den Schrift-stellern Deutschlands haben über diese rauhe oder vielmehr rohe Ma-nier schon oft genug ihre Trauer ausgedrückt, aber unsere Journaleund unsere sogenannten kritischen Blätter haben die Schreier auf ihrerSeite und den Janhagel in ihrem Gefolge. Zwar machen, besondersseit einigen Jahren, mehrere von ihnen eine ehrenvolle Ausnahme, in-dem sie sich derjenigen Humanität befleißen, die in den bessern Wer-ken dieser Art bei unsern Nachbarn über dem Rheine und jenseits desKanals schon längst zur stehenden Mode geworden ist, aber ihre Zahl