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daß in diesen beiden sogenannten Wissenschaften Unordnung, Verwir-rung und Anarchie in einem Grade vorherrschen, wie man eS inunseren Tagen nicht leicht mehr in einer andern finden wird. Ersucht die Ursache davon in der Nachläßigkeit, mit welcher unsere geo-graphischen und statistischen Compilationen gewöhnlich geschrieben wer-den, in den wenigen Kenntnissen und Vorarbeiten, welche die meistenSchriftsteller dieses Zweiges zn ihren Arbeiten bringen, deren einernur den andern zu copiren pflegt, ohye sich um die Nichtigkeit der,von ihren Vorgängern mitgetheilten Nachrichten zu bekümmern, ohneauch nur den Unterschied, den Zeit und Ort hervorbringen, zu berück-sichtigen, und vor allem, ohne sich um kritische Prüfung und umAutopsie zu bemühen, die voch allein der chaotischen Verwirrung, inwelche diese Wissenschaften gerathen sind, ein Ende machen können.
Ohne Zweifel lassen sich noch einige andere, nicht minder treffendeGründe dieses Zurückbleibens, besonders bei der Statistik, angeben,die aber, da sie nicht bei den Schriftstellern gesucht werden kann,
noch schwerer als jene zu beseitigen seyn werden. Aber daö Uebel
ist einmal da, und cS fragt sich vor allem andern darum, wie mandemselben, wenigstens so viel als fetzt gerade möglich, steuern soll.
Drei berühmte Statistiker, die alle im Jahre 1827 geschriebenhaben, gaben die Bevölkerung Frankreichs, der eine zu 30,750,000,der zweite zu 30,465,201 und der dritte zu 31,845,428 Menschenan. Welche von diesen drei Angaben, die über 1,330,000 verschiedensind, ist nun die wahre? Man sollte glauben, die beiden letzten
seyen mit der äußersten Genauigkeit bestimmt worden, da sie sogar
noch die einzelnen Einheiten angeben. Aber sie sind beide falsch, unddie Affectation einer so weit getriebenen Präcision bei der Bevölkerungeines ganzen großen Landes ist nur lächerlich. Unser Verfasser hatanderswo die Population Portugals, welches Land er selbst längereZeit bewohnte, für daS Jahr 1822 auf 3,173,000 gegeben. Erbelegte diese seine Angabe mit den besten Gründen, da ihm die Archivedieses Landes offen standen. Demungeachtet haben sie zwei, sonst sehrschätzenöwerthe Schriftst.ller im Jahre 1827 ohne alle weiteren Gründe,der eine zu 3,680,000 und der andere zu 3,683,400 angegeben.Die Mißgriffe dieser Herren, die sich so großer Genauigkeit rühmen,die von ihrer Mühe, ihren Hülfsmitteln, ihrer Bekanntschaft mit denQuellen u. f. so viel zu rühmen wissen, gehen oft weiter, als manvon den ersten Anfängern in diesen Wissenschaften erwarten sollte.Der eine gibt der einzigen Stadt Boston die Ein- und Ausfuhr, die