Band 
Dritter Band.
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Arago's Aufsätze.

u. f. — Der stärkste Brunnen, den Arago anführt, liefert 2000 Lr'tt-reS in jeder Minute; er ist bei BagcS in der Nähe von Perpignan.Bei Bethune treiben vier artesische Brunnen, die man nahe anein-ander in einer Wiese bohrte, die Räder einer Mühle; bei AireStreiben zehn Brunnen eine Mühle und ein großes Hammerwerk. InTours treibt ein einziger Brunnen von 420 Fuß Tiefe alle Räderund Getriebe einer großen Maschine. An anderen Orten gebrauchtman das Wasser dieser Brunnen, da eS eine höhere Temperatur hat,zum Schmelzen von Eisschollen, welche die Wasserräder im Winterhemmen; in Würtemberg läßt Bruckmann in seiner Fabrik solchesunterirdisches Wasser, das eine constante Temperatur von 12"R. hat,als Heitzmittel in metallenen Röhren cirkuliren, dadurch erhält er dieTemperatur seiner Kammern auf -s- 8", während die im Feien —18" beträgt. Auch Glashäuser hat man schon auf diese Weise vor-thcilhast zu heitzen gesucht. Man hat ferner diese Wässer zum Rö-sten dcö Flachses sehr Vortheilhaft gefunden, und bei Erfurt werdendurch diese Quellen und ihre Ausflüsse Sommer und Winter durch großeStrecken von Kresse getränkt, die den Einwohnern jährlich nicht weni-ger als 30,000 Franken abwerfen sollen. Endlich hat man auchschon, und zwar sehr glückliche Versuche gemacht, solche Wasser i»Fischteiche zu leiten, in welchen dann, der immer gleichen Temperaturwegen, die Fische weder im Sommer durch die Hitze, noch im Winterdurch die Kälte mehr absterben.

Man hat gegen die Anwendung dieser Brunnen angeführt, daß siesich mit der Zeit erschöpfen. Allein der Vers. citirt zwei derselben,von welchen der eine 100 und der andere sogar schon über 700 Jahrein immer gleichem Gange seyn soll. Dieser letzte ist zu Lillerö imDeparment des PaS-dc-Calais.

Oft kömmt man auch durch diese Grabungen) statt auf Wasser,auf GaS, und zwar gewöhnlich auf Kohlen-Wasserstoff-GaS, das sichbekanntlich von selbst in den Steinkohlenlagern entwickelt, und in denBergwerken so große Unfälle veranlaßt, und daS man endlich in un-seren Tagen so häufig zur Erleuchtung verwendet. Die Chinesen ha-ben schon lange sehr viele dieser GaSbrunnen. Einer derselben, denJmberS besuchte, ist so ergiebig, daß er sein GaS durch Röhren von300 Feuerstellen vorbeileitet, wo eö angezündet wird. Auch die Stra-ßen, die Hallen, die Werkstätten werden in China mit diesem GaSbeleuchtet, daS durch einfache BambuSröhren dahin geführt wird. In