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Darstellung der Handelsverhältnisse zwischen der Schweiz und Oesterreich in den Jahren 1840 und 1845 / bearbeitet von Dr. A. v. Gonzenbach
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Richtigkeit der Kontrollen vorausgesetzt wird, über die sardinische Gränze eingegangen seinmüßten.

Wird angenommen, daß diese Einfuhr von Ztr. 3,161 in gleichem Verhältniß sich in rohe Seide,Struse und Strazza, und Seidenwaaren vertheilt habe, wie diejenige aus Oesterreich, so wärenaus Sardinien eingeführt worden:

rohe Seide . . ..Ztr. 1,970

Struse und Strazza. 1,182

Seidenwaaren.. 9

Summa: Ztr. 3,161

Demnach würde sich die Seideneinfuhr im Jahr 1840 gestalten, wie folgt:

a. an roher Seide:

1) aus Oesterreich .... Ztr. 13,885 im Werth von franz. Fr. 31,731,557 -)

2) aus fremden italienischen Staaten,

durch Oesterreich u. s. w. . . ., 5,028 11,088,9801

3) aus Sardinien . . . . 1,970 4,512,875; ^

4) aus Frankreich . . . . 658 1,456,910

Summa: Ztr. 21,541 Summa: franz. Fr. 48,790,322

d. an Struse:

1) aus Oesterreich . Ztr. 8,080 im Werth von franz. Fr. 7,863,428

2) aus Sardinien . . . . 1,182 1,155,375

Summa: Ztr. 9,262 Summa: franz. Fr. 9,018,803

>) Diese Differenz verschwindet ganz, wenn die Wiener Zentner in Schweizer Zentner umgewandelt werden; immer-hin dürste aber eine Einfuhr von 3,000 Zentner aus Sardinien stattgefunden haben.

?) Siehe oben Generalübersicht der Einfuhr in die Schweiz.

3) Diese beiden Zahlen sind nur angenommene; erstere gestützt auf den Transit von Seide duich Oesterreich nachder Schweiz im Jahr 15

Siehe Darstellung der Handelsverhältniffe mit Frankreich.

b) Diese Einfuhr stimmt mit den schweizerischen Gränzzollregistern, welche nur Ztr. 2653 Struse nachweisen, nichtüberein, ich nehme sie aber als die richtigere an, da die Gesammteinfuhr ziemlich zusammentrifft. Es ist indeßnie zn übersehen, daß alle diese Berechnungen um so mehr nur approrimativ find, als das österreichische Rech-nungsjahr, wie ich oben erwähnt, nicht mit dem schweizerischen zusammenfällt und als ich die Wiener Zentner,der Werthbestimmungen wegen, nicht in Schweizer Zentner umgewandelt habe. Der Werth derartiger statisti-scher Nachweise liegt nämlich meiner Ansicht nach mehr in allgemeinen Ueberblicken als in ängstlicherGenauigkeit.

6) Siehe oben Generalübersicht.

Conjekiuralansatz.