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welche die wichtigste des Zollvereins ist, in ihrem frühern Flor zu erhalten, indem diese Industriebeinahe allerorts die Konkurrenz der Vaumwollindustrie nicht zu ertragen vermochte ^).
In Betreff der Linnenindustrie im deutschen Zollverein enthebe ich Dieterici folgendeAusweise Z.
Zm deutschen Zollverein dürfen auf den Kopf ein jährlicher Verbrauch von 3'/. Pfund (14bis 16 Ellen) Linnenwaaren, und bei 27 Millionen Menschen rund 950,000 Zentner für deninnern Verbrauch berechnet werden.
Von einer Totalproduktion von beiläufig 1,030,000 Zentnern hat die Ausfuhr an Leinwand1840-1842 beiläufig 80,000Zentner, demnach nur ungefähr 8"4 betragen.
Im Ganzen hat das Gewerbe der Leinwandweberei und namentlich der Absatz an das Aus-land abgenommen, was aus nachstehender Darstellung der Einfuhr und Ausfuhr noch bestimmtererhellt.
a. Rohes Garn.
Es betrug im Zollverein:
die Einfuhr
die Ausfuhr
1840
40,506 Zentner,
29,567 Zentner,
1841
38,042
27,043
1842
42,093
26,059
daher Mehreinfuhr
10,939 Zentner.
10,999
16,034
Summa: 120,641 Zentner, 82,669 Zentner, 37,972 Zentner.
Durchschnitt: 40,213 „ 27,556 „ 12,657
Die Ausfuhr hat gegen 1837—1839 ab-, die Einfuhr aber zugenommen, so daß die Mehr-einfuhr von 7,413 auf 12,657 Zentner gestiegen ist.
Das Verhältniß der österreichischen Linnenindustrie zu jener Frankreichs und des Zollvereins in der Kon-kurrenz auf den fremden Märkten verhält sich wie folgt:
Werth der jährlichen Ausfuhr nach einem fünfjährigen Durchschnitte von 1637—184t und nach
zollamtlicher Schätzung.
Oesterreich Zollverein Frankreich
Linnen - und Hanfwaaren . 4,611,000 Gl. C.-M. 27,235,000 Gl. C -M. 10,623,000 Gl. C.-M.
(mit Inbegriff der Seilerwaaren)
oder, wenn bei Frankreich wegen zu hoher Schätzung 10°/, abgezogen werden, so reduzirr sich dort die Ausfuhrauf Gulden 9,560,700.
Nach Abzug der Einfuhr beträgt:
die Mchrausfuhr
in Oesterreich im Zollverein in Frankreich
an Linnen- und Hanfwaaren 4,586,000 Gl. C -M. 22,994,000 Gl. C.-M. 2,419,000 Gl. C.-M.
Die Ausfuhr der Linnen- und Hanfwaaren ist seit 1831 —1841 in Oesterreich sehr unbedeutend, ungefährUM 10°/g gestiegen.
>) Auch in Belgien scheint diese Industrie Rückschritte zu machen. (Siehe A. A. Z. vvm 1. Juni 1847.)
2) Dieterici, Statistische Uebersicht u. s. w. Zweite Fortsetzung, Seite 516 und folgende.