Band 
Zweiter Theil.
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§. 5. Gefärbte Garne.

teil. auf 550 Mill. Pfr. au; davon wurden 500 Mill. Pfd- >UI Werth von ungefähr>0 Mill. Lstr. verspönne»; ungefähr >3 Mill. Lstr. wurden jährlich für Maschincn-dctricb -e. bei der Verarbeitung ausgegeben und ungefähr derselbe Betrag für diein den Manusaktiircn unmittelbar beschäftigten Personen, deren Zahl zn einer halbenMillion Arbeiter und 80,000 bis 00,000 Zngcnienre und Maschinisten angegebenwird; der Gesaiimitwerth der jährlichen Erzeugnisse der Bauinwolluiaitufaktnrcn seizu ungefähr 36 Mill. Lstr. anzunehmen.

8- 5.

Gefärbte Garne.

(5s hat der Bericht über die Berliner Gewerbe-Ausstellung dwinJahre 1844 ') den Stand dieser Industrie so gründlich erhoben, daß wiruns, um nicht in Wiederholungen zn verfallen, nur gänzlich auf ihn be-ziehen. Auch der Französische Berichterstatter über die Berliner Ausstellung,Herr Legentil, stellte ihr bei dieser Gelegenheit ein sehr ehrendes Zeugnißaus lind wir können cö uns ikicht versagen, einiges voraus anzuführen.(5r sagt:

„Was uns besonders aufgefallen, ist die Menge der Türkisch-rothenGarne. Diese Färberei wird in Elbcrfcld großartig betrieben lind cö wirddort eine sehr lebhafte und wohlgcsättigte Farbe produzirl; sie spielt we-niger in daS Gelbe, als die Französische. Durch wohlbercchnete mecha-nische Mittel wird eine regelmäßige (Lintauchung der Garne in die Küpenund eine egale Farbe bewirkt. Durch ein den dortigen Fabrikanten eige-nes Berfahren erhalten sie ein schönes Resultat mit vcrhältnißmäßig ge-ringem Aufwand des Farbcstoffes."

„(§s ist etwas ganz gewöhnliches, wenn man die wirkliche Ursachenicht zu ermitteln weiß, die Vorzüge der Farbe dem vortrefflichen Wasserznzuschrciben. Wohl mag der Fluß, der bei (5lberfcld fließt, der Fär-berei zusagendes Wasser enthalten, aber wir glauben, daß der Gcschick-lichkcit der Fabrikanren die großen Erfolge zuzuschreiben sind. Einer un-serer berühmtesten Färber der Normandie stellt ihnen daö Zeugniß derUeberlegenhcit über die Unsrigcn aus. Man war so freundlich, ihm dasVerfahren mitzutheilen und seit der Zeit erhält er den dortigen analogeResultate."

„Der Ruf der Elberfclder Rolhfärbercien geht über die GrenzeDeutschlands hinaus und selbst Engländer schicken viele Garne zumFärben dahin für den Erport nach Indien ." Z

In der Londoner Industrie-Ausstellung haben sich indessen einigeProben Schweizer Rothgarne von Gebr. Leumann in Mattweil (Thur-gau) vorgefunden, die an Lebhaftigkeit alle übrigen übertreffen. Ob durchgrößere Kosten und durch größeres Alter erkauft, ließ sich nicht genau er-mitteln. Die für den Farblohn angegebenen Preise waren: