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Z. 8. Rohweiße und weiße Baumwollgcwcbc -c.
init dcm steigenden Bcdars sich herausbilden. Diese Industrie ist in einer Be-ziehung sehr günstig siruirl Alle Erfindungen und Verbesserungen in denanderen Zweigen kommen auch ihr zu Gute, da sie beinahe alle Mate-rialien verwendet, und sie bedarf nicht der großartigen und kostspieligenEinrichtungen um vorzugehen. Deswegen wird ihr auch überall ver-mehrte Aufmerksamkeit zugewendet, wie cS namentlich in England neuer-dings der Fall sein soll. Dies muß für unsere Fabrikanten im Zollvereinebenfalls ein Sporn sein, alles aufzubieten, damit ihnen das niühsai»gewonnene Ucbcrgcwicht nicht wieder entrissen werde.
§. 8 .
Nohweiste und weiße Baumwollstewebe, Druck-Kattune,Musseline, Hemdenkattune, Jaceonets, Cambriks, Rouleau's,BorhaiiMUste, Bettdecken, Tisch- und Handtücher, Biberund Beaverteenö, Zaeguardzenste, Wcißwaarcn, Stramin.
Es ist wohl keiner der geringsten Vorzüge dieser außerordentlichenIndustrie-Ausstellung, daß nicht allein die Gegenwart und das Fertigein kolossaler Größe an uns herantreten, sondern auch Geschichte und Nrstoff vor uns ausgebreitet liegen, zur Anregung und zum Studium.
So finden wir unter Anderem in der indischen Sammlung die Artund Weise bildlich dargestellt, wie man dort seit undenklichen Zeiten gewebthat, wenig verschieden von dem hellte noch bei diesem Volke üblichen Ver-fahren, das in der Baumwoll-Industrie doch unser Lehrmeister gewesenund in vielen anderen Dingen noch ist.
Aehnlich mag eS denn auch bei uns mit der Weberei ausgesehenhaben, bis John Hay <738 den Schncllschützen ersonnen und ihr dengroßen Vortheil mechanischer Vorrichtungen verschafft hat, ein Vortheil,welcher der Spinnerei erst später zu Gute kommen sollte. Wirklich hatteauch damals der Webstuhl nur zu oft feiern müssen, bis neue Garn-Zusuhren herbeigeschafft werden konnten.
Reine Baumwollen-Gewebc kannte man übrigens gar nicht bis zumJahre <774, wo Strutt in Derby zuerst Bauinwollketten den bis dahinüblichen Leinenen mit Erfolg subftituirte. Ob das Leinengarn auS Miß-trauen in die Haltbarkeit der Baumwollketten gebraucht worden, oder obder Mangel und der hohe Preis der Baumwolle daran schuld gewesen,ist ungewiß. War indessen Letzteres der Fall, so ist doch jetzt der Mangeldem Ucberfluß, Theurung der Wohlfcilheit gewichen, wovon die nach-stehende Tabelle einiges veranschaulicht.
1782 kostete < Pfd. Westindische Baumwolle je nach Dualitätzwischen 20 und 42 <1. im Jahre < 846 zwischen4 und 5 6.