Band 
Zweiter Theil.
Seite
64
JPEG-Download
 

04

XII. Klaffe. Wollwaaren.

Ein Aufseher bat wöchentlich.

24 — 3l> Schilling

Ein Sortircr von Alpaka.

28

(von Wolle 24 — 28.)

Ein Handkämmcr.

17-20

Ein Arbeiter an der Kämm-Maschinc ...

16—18

Ein gemeiner Arbeiter in der Weberei ....

15

Eine Weibsperson am Kammwcbstuhl . . .

10—16

Ein jüngeres Mädchen am Webstuhl ....

6- 8s)

Ein Mädchen an der Spinn-Maschine . . .

7—9

Eine Weibsperson an dcrKämm-Maschine ^)

6—8

Jüngere Mädchen bei 6 Stunden Arbeit . .

2 z

(bei 10), Stunden).

5z

Im Jahre 1 838 stand zwar der Lohn der Männer ziemlich gleichhoch, aber der Lohn der Mädchen entschieden niedriger. Damals waraber der Preis des Quarterö Waizen um 12 Schilling und der Preiseines Pfundes Fleisch um z P. höher als jetzt, während jetzt Kleidungeher etwas wohlfeiler ist. Angenommen daher, ein Arbeiter verbrauchejährlich l 2 Suartcr und täglich l Pfund Fleisch, so macht dies eineLohnerhöhung von mehr als >z Lstr. oder bei wöchentlich 18 SchillingLohn von mehr als 4 Prozent.

In Birmingham ist der Lohn einer Weibsperson auch bei der theil-weisc sehr anstrengenden Arbeit ves HolzschraubcnvcrsertigcnS nicht über7—8 Schilling, in den leichteren Arbeiten der Stahlfedersabrikcn 6 bis7 Schilling, in den Knopffabriken 6 — 9 Schilling. In Manchester istder Lohn einer Weibsperson am Maschincnwcbstuhl nicht über 8 Schil-ling, an der Spinnmaschine 6 Schilling. Auch in Lcedö ist der Lohnniedriger als in dem benachbarten Bradford. Auf dem Lande fand ichden Lohn eines TaglöhncrS fast konstant zu 9 —10 Schilling angege-ben, cincö WeibeS zu 5 — 7 Schilling wöchentlich.

Die Wirkung dcö höheren Lohnes ist unter den weiblichen Arbeiternin Bradford an dem besseren Aussehen und der reinlicheren Haltung,verglichen mit Manchester, ausfallend. Auch in Birmingham haben dieWeibspersonen in den Fabriken ein gesunderes Aussehen, als in Man-chester und LcedS, wo einem wirklich ein recht hcrabgckommencs Geschlechtbegegnet. Leider wurde indeß bemerkt, daß der vergleichungsweise hohe Lohnin Bradford von den Fabrikarbeiterinnen vorherrschend auf Putz verwen-det und wenig oder nichts zurückgelegt werde. Nun mag zwar zugestandenwerden, daß mit der Sorgfalt für die Kleidung immer auch ein Ansangzu geordneterem Leben gemacht wird, ist aber die Gewöhnung an entbehr-lichen Putz einmal vorhanden und sinkt der Lohn später, so sind die Fol-gen um so übler. Viele von den Fabrikmädchcn müssen übrigens in Brad-ford wie in den andern großen Fabrikstädten ihre Eltern ernähren, dathcilwcise mit der Anwendung der Mädchen die Arbeit der Männer weni-ger begehrt wurde, theils auch viele rohe Vätcr es vorziehen, den Erwerb