Band 
Zweiter Theil.
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XIV. Klasse. Leincnwaare».

Belgischen Flachs gesponnen; anch schöne Wcrggarne lagen bei. DieFabrik liesert auch sehr schöne Hansgarnc bis zu Nr. 30 und darüber.

Von Zwirnen haben wir die Proben der Zwirnsabrik von Gcrh.Mcvissen in Dülken (Rhcinprcußen) rühmend zu erwähnen. WeißerPatentzwirn, besonders schön gebleicht, kostete in den Nrn. 50, 60 und70 beziehungsweise 1 Rthlr. 15 Sgr., 1 Rthlr. 25 Sgr. und 2 Rthlr.10 Sgr.; schwarzer Zwirn in den Nrn. 18, 20, 25, 30, 35 und 10,beziehungsweise 17, 18, 19, 21^, 25 und 28 Sgr. pr. Psund zu 30Loth; schwarzer Glanzzwirn in den Nrn. 18, 20, 35, 10 und 15, bcziehungsweise 16, 17, 21, 27 und 30 Sgr. pr. Psund zu 28 Loth;Häkelzwirn daö Dutzend Knäuel 20 Sgr.

Die Zwirnsabrik von Königs und Bücklers, gleichfalls in Dülken, hatte schöne leinene Kammzwirne und Harnischkordel eingesandt; vonersteren kosteten die Nrn. 10, 20, 30, 10 und 50, beziehungsweise21 Sgr., 1 Rthlr. 15 Sgr., 2 Rtblr. 5 Sgr., 2 Rthlr. 26 Sgr. uilk>3 Rthlr. pr. Pfd.; letztere kostete das Packet von 1 Rthlr. 15 Sgr. M2 Rthlr.

Die Zwirnfabrikation kann natürlicherweise im Zollverein zu keinergrößeren Entwickelung gelangen, wenn die Maschinengarnspinnerei nichtgleichzeitig fortschreitet. Bis jetzt wird der größte Theil der Zwirne ausBelgien und England eingeführt.

Aus Norddeutschland fanden insbesondere die von D. Schultzcin Bodenteich , im Lüncburgischen, eingesandten mittelstarken handgcsponne-nen Garne ehrende Anerkennung. Ferner war aus der A m erla n dschenHausspinnerei in Westcrstedc «Oldenburg ) eine Docke feines Flachsgarneingesandt, wovon 75,000 Englische Aards auf das Psund gingen.

Aus Oesterreich waren einige Proben recht schönen Handgarnsausgelegt, namentlich von W. Ferie aus Starkenbach und PeldriansErben aus Hohenelbe in Böhmen; im Riesengebirge ist überhaupt dieOesterreichische Handspinnerci am weitesten ausgebildet, jedoch nicht soweil wie im Westfälischen, in Belgien , Nord-Frankreich und Irland.

Von Deutschland wenden wir uns zu Belgien , dessen Garne, soweit sich auf der Ausstellung beurtheilen ließ, den Britischen an Schönheit,Egalität und Feinheit vollkommen gleich standen. Diese Anerkennungsprach sich auch in den crtbciltcn Auszeichnungen aus. Von 12 Me-daillen und ehrenvollen Erwäbnungen, die überhaupt in den Leinengarnenund Zwirnen zuerkannt wurden, sielen nicht weniger als 5 aus Belgien .

Am schönsten wurden die von Hand gesponnenen Spitzengarnevon Berthelot und Bonte in Eourtray befunden, und demnächst dieHandgarne, insbesondere die doppelt gedrehten Kcltengarne, von I. E.Van Ackere in Wevelghem in Westflandcrn. Aeußerst sein gesponneneHandgarne waren ferner ausgelegt von Eugen Demeulenaerc inMoorslede (Westflandern), wovon die feinste Sorte (1000 Metres davonwogen nur 1,875 Grammen) 2000 Frö. per Kilogr. kostete.