Band 
Zweiter Theil.
Seite
203
JPEG-Download
 

Gemusterte Lciiieiiwaarc». tz. 43. Türkei, Griechenland :c. 203

Ersetzung des nur sparsam verwendeten Leinen und Hanfgarns benutzt,als: Fasern der Ananas, der Platane, des Wackanovr oder Wackoonar,des Papier-MaulbcerbaumS, der Papvrnsrindc u. s w. <s, Tb. I.S. 385.), und endlich noch die Materialien, die man zu den gesticktenStoffen verwendet, wie Gold, Silber und Seide; ferner regelmäßige,wie Zweigroschcnstückcn große Blättchen von Spiegelglas und auchchamälconartig wunderschön gefärbte Käfcrflügcl. Wenn man diesenMaterialienrcichlhum erwägt, so kann man gewiß die fabelhaftesten Stoffe,welche nur immer die Phantasie erdenken mag, hier erwarten und manbatte auch bei Besichtigung der von Ostindien ausgestellten Gewebe einenGenuß seltenster Art. Bon diesen Stoffen, die größtcnthcils andernKlassen angehören, sind indeß hier nur die der XIV". Klasse anzuführen.

Die leinenen Gewebe selbst, berechnet für die Indischen Bedürf-nisse, waren gewiß zweckentsprechend. Im Ganzen waren sie, nachunserm Geschmack beurtheilt, hart in der Qualität amd einförmig.

Die Art und Weise der Weberei hier zu berücksichtigen, war um sointeressanter, als man neben den ersten Elementen der Weberei zugleichdie geistreichsten Kombinationen der Mnsterwcbcrci, soweit sie durch Tritteund Schäfte möglich ist, vorfand. Man fand in den Geweben diePassagen und Armürcn von Köper-, Drell- und Wiederkehr-Stoffen,ferner Huckaback und sogar Doppelwcberci mit 8 Schäften, bei welchemdie sinnreichsten Passagen und entsprechenden Farbcnstcllnngen eine über-raschende Wirkung hervorbrachten. Diese Andeutungen mögen genügen,da die verschiedenen einzelnen Gewebe ohne Nummern waren und über-haupt ohne Zeichnungen schwer beschrieben werden können.

Von den Ostindischen Inseln erwähnen wir noch Ecvlons. Vondort findet man auf der Ausstellung verschiedene aus Flachs und ähn-lichem Material gefertigte Gewebe oder wohl richtiger gesagt, Geflechte.Unter den Materialien, die den Flachs ersetzen sollen, wollen wir hier nuranführen die Aloe-, Eardamomen-, Hibiscus- und Eoirfasern und San-serapflanze. Die Gewebe selbst bestehen größtenthcilß in Decken, Teppichenund shawlähnlichcn Stoffen, die gewöhnlich in mehreren Farben gewebtsind und lineare oder winkclrechte Zeichnungen babcn. Die derartig ge-musterten Stoffe sind in eigenthümlicher, gobelinähnlicher Manier gewebtoder geflochten.

c. Kanada .

Gemusterte Lcincngewebe, die im einfarbigen Leinwandgrundc recht-winkelige Figuren aus ihrer Oberfläche haben, die durch eine besondereFarbe cinlancirt, mit dem Grundgcwebc aber blos durch die Konturenverbunden sind und im klebrigen frei liegen.

«I. Neu - Schottlan d.

Grobe aus Leinen und Wolle gemischte Stoffe und leinwandartigekarrirte Gewebe.