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XV. Klaffe. Gemischte Gewebe und Sbawlo.
weit mannigfacheren Auswahl in den Stoff- und Muster-Ausführun-gen. Oesterreich und Frankreich waren minder ansehnlich in dieser Sortevertreten.
l>. Kaschemir Shawl6, Orientalischen Ursprungs. In dieserSorte waren selbstredend wirklich echte Shawls, vorzugsweise aus Indien ,auch aus Tunis lind der Türkei ausgestellt, deren äußerst mühevolle Dar-stellung volle Bewunderung verdient. AuS Frankreich waren einzelneStücke den echten imitirt, d. h. auf der Rückseite unausgcschnittcn, zusehen, deren Darstellungswcise uns unbekannt blieb; dem Anschein nachwar die Musterung prisenwcise cinbrochirt.
c. Jmitirte oder Französische Kaschcmir-ShawlS, mitHülse der Jacquard-Maschinen dargestellt, und auf der Rückseite ausge-schnitten, lieferte Frankreich in einer ganz vorzüglichen Auswahl, in dervollkommenen Herstellung des Gewebes sowohl, als auch in der kunst-reichen und großartigen Ausführung der Muster und der Farbenstcllung.Wir können zwar dem Geschmacke bcr Rechter» nicht überall zustimmen,müssen jedoch immer hierbei die sinnreiche und ideelle Ausführung bewun-dern und hierin eilten Beweis für den hohen Stand, welchen die Sbawl-fabrikation in Frankreich einnimmt, finden. — England sabrizirt in Kaschc-»>ir-Shawls meist ordinäre und mittlere Sorten; es brachte jedoch auchfeilte Gewebe zur Ausstellung, welche alle Anerkennung verdienen.Minder ist diese Bezeichnung auf die geschmackvolle Ausführung derMuster anwendbar; jedoch sahen wir auch einige sehr hübsche DcsfinSin gelungener Farbcnstellung. Oesterreich zeigte unS, daß seine Shawl-fabrikation rüstig vorschreitek, und schon jetzt als eine Rivalin Frank-reichs iir den mittleren Sorten dasteht. Die ausgestellten Gegenständeverdienen im Verhältnisse zu den Preisen volle Anerkennung.
Im Zollverein ist die Shawlsabrikation noch in der ersten Entwick-lung begriffen. Die ausgestellten Erzeugnisse, vorzugsweise aus Berlin ,geben den Beweis, saß der Boden, auf dem dieser Industriezweig betrie-ben werben soll, ein vollständig geeigneter ist, und daß er, wenn gehöriggepflegt, segensreiche Früchte tragen kann.
ck. Ehcnille-ShawlS in ganz Seide, Seide und Baumwolleund ganz Baumwolle, waren in einzelnen Ausführungen glatt, mit unbe-stimmten, als auch mit abgepaßten Mustern aus Frankreich , England,Oesterreich und dem Zollverein (Berlin ) ausgestellt. Es scheint, als wenndie Mode diesem äußerlich schönen, jedoch minder haltbaren Stoffe unholdgeworden sei. Unter den Ausstellungen aus Berlin verdienen Chenillc-Shawls, in Kette und Schuß aus Ehcnillc bestehend, hervorgehoben zuwerden.
e. Dünne oder leicht gewebte, sogenannte Sommer- und Ge-sellschafts-Shawls, ganz Seide, ganz Kammgarn, Seide und Kamm-garn oder Seide und Baumwolle, in Satin, Thybet, Krepp, Gaze,