Band 
Zweiter Theil.
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XV. blasse. Gemischte Gewebe und Shawls.

diesem Industriezweige lieferte. Diese Stoffe, zum größten Tbeil mirHülfe mechanischer Webestühlc ausgeführt, waren bei dem bekanntenhohen Standpunkt, welche das Maschinenwesen in England überhaupteinnimmt, durch gleichmäßige Ausführung des Webens ausgezeichnet,und befähigt, jeder Konkurrenz mit andern Staaten zu begegnen. Nichtminder war dies in Beziehung auf Farben der Fall. Die Kunst, ver-schiedene Materialien, wie Baumwolle und Wolle, Seide und Wolle, ingewebten Stücken gleichmäßig oder dem gewünschten Effekt entsprechendzu färben, ist in England zu einer besonderen Vollkommenheit gediehen,und die ausgestellten Gegenstände gaben mannigfach hiervon Zeugniß.

Die Ausführung der Appretur verdiente nicht minder die vollkom-menste Anerkennung. Sauberkeit, Reinheit der Stofffläche, verbundenmit dem jeder einzelnen Stoffgattung angemessenen Glänze und Angriffwaren überall bemerkbar.

In andern Stoffen, welchc in Musterung durch Abwechselung derFarben im Einschlag dargestellt und durch sonstige Eigenthümlichkeiten desGewebes auf die Ausführung mit Hand-Wcbcstühlcn angewiesen sind,verdienen die Poplinstoffe wegen der Mannigfachbeit der Ausführungvorzugsweise namhaft gemacht zu werden.

Unter den Wcstenstoffen sind besonders die einfach gemusterten Aus-führungen durch Gediegenheit des Stoffes und der Farbcnzusammensctzungrühmend anzuerkennen. Weniger war dies bei den sogenannten Kaschcmir-Weften der Fall, welche den Französischen Fabrikaten an ReichtbumdesKolorits und Mannigfaltigkeit der Muster nachstanden.

Wollsammte und Plüsche waren nur durch zwei Aussteller reprä-senlirt, und sind diese den zolivcreinSländischcn Ausstellungen sowohl inAuswahl als in der Mannigsachhcit der Sorten nachzustellen.

In Shawlsgcwcben waren sowohl von gcwöbnlichcn wollenen Gatllmgen s. g. Eabyles, Plaids, Tartans für Damen, als auch zu Rciseshawlsfür Herren, besonders bervorragende Sammlungen vorhanden und durchgediegene Ausfübrung des Gewebes ausgezeichnet.

Wir sabcn sogenannte Schottische karrirte Shawls, aus Streichgarngewebt, bis zu einer Feinheit von l 00 Kettfäden auf den RhcinländischcnZoll; anderweitig auch ReiseshawlS in beachlungöwcrthcr Dicke und Fe-stigkeit. Unter diesen waren insbesondere diejenigen, in Kett- und Schuß-fäden aus 3- bis 6fach mehrfarbig gezwirnten Fäden bestehenden von angenehmen Effekten.

Imitirte Kaschcmir-Shawls waren nicht minder in reichen Samm-lungen und gelungenen Ausführungen ausgestellt.

Mannigfache Ercmplare, in ganz Seide ausgeführt, verdientenBeachtung, obwohl wir denselben keine besondere Bedeutung beilegen,weil sie der Eigenthümlichkeit der echtenKaschemir Sbawls nicht entsprechen.

Neue Stoffgattungcn und sonstige eigenthümliche neue Ausführungenin bekannten gemischten Geweben waren im Allgemeinen wenig vorhan-