312 XVI Klasse. Leber und Leberwaaren, Pelzwcrk und Häute.
lang. Die Jüngeren sind dunkelbraun ohne Spitzen. Sie werden alleinan der Nordwestküste Amerika'S gefangen (einzeln auch in der südlichenHemisphäre an den Chiloe-Jnseln) und werden immer seltener, wahrschein-lich bald ganz ausgerottet sein. Als die Engländer sich in Nootka-Soundfestsetzten, um das Jahr 1780, entstanden schwere Differenzen wegen desSee-Otter-Fanges zwischen ihnen und derSpanischen Regierung in Kali-fornien. In China soll sie zur Königlichen Kleidung gehören, und wirdvon Staatsbeamten, Mandarinen rc. häufig getragen. Der Pelz wirdbei uns selten zur Frauenkleidung benutzt.
Die Herren Nicholay und Comp. zu London hatten eine schöneSammlung aus den wichtigsten anderen Produktionsgebieten eingesendet.
s. Aus der Kanadischen Jmportation.
Gruppe von Nordamerikanischem Waschbär (Oroe)'on Istor, Eng-lisch Kascoon, Französisch Ilaton).
Die schönsten Waschbär-Pelze liefert Nordamerika und werden vondorther in unermeßlicher Anzahl bei uns eingeführt. Sie werden hier-von Pelzhändlcrn, welche die periodischen Rauchwaaren-Verkäufe be-schicken und während der Leipziger Messe dort große Lager halten, auf-gekauft.
Hauptsächlich in Rußland und in ganz Deutschland werden sie alsFutter zu Pelzen und Kleidern verwendet und ausschließlich nur zu feinerenKleidern benutzt. Die Pelze von dunkler Farbe sind die seltensten undsehr theuer. Außerdem Luchse, Nörzwiesel und graue Füchse.
Gruppe von Russischem Zobel (älartes Aibelliiis).
Der Russische oder Sibirische Zobel gehört zu den kostbarsten Rauch-waaren und wird zu Futter verarbeitet, welche Potentaten zu Geschenkenzu verwenden pflegen, da der Werth eines aus etwa 50 Bälgen zu-sammengesetzten Pelzes ins Enorme steigt. Der Schwanz des Thiereswird auch in Fabriken von Malerpinseln oder Bürsten verbraucht. Ruß-land produzirt jährlich gegen 25000 dieser theuren und gesuchten Pelze.Es giebt übrigens unzählige Sorten Zobel . Die ordinäre Waare ver-kauft sich in Leipzig zu 20 Sgr. bis 1 Thlr. pro Stück, je nachdemdas Winterwetter für die Güte des Haars und den Fang günstig ge-wesen ist.
Gruppe von Steinmarder (5Isrte8 alboAuIariz, iviustela boinader älteren Zoologen, llouine der Franzosen ).
Der Steinmarder ist in Europa weit verbreitet, und hat seinenNamen davon, daß er öde Felsen, Schloßruinen u. s. w. bewohnt. DieFranzosen zeichnen sich in der Kunst aus, diesen Pelz zu färben/) und erhat daher den Namen Französischer Zobel erhalten.