§. 75. Tiiikn, China und Vereinigte Staate». Zßj
tcn, zum Unterschiede von dem bisherigen Einlegen der einzelnen Bogenzwischen Teckel oder Platten.
TieUntersuchung aus der Ausstellung beschränkt sich übrigens selbst-redend darauf, das vorgelegte Resultat zu konstatircn; ein Schluß aus diepraktische oder ökonomische Anwendbarkeit der neuen Erfindung kanndaraus noch nicht gezogen werden. Tcnn zwischen dem Herstellen ein-zelner Proben und den Anforderungen des unausgesetzten täglichen Be-triebs ist bekanntlich ein gewaltiger Unterschied. Es ist daher sehr zu be-dauern, daß Drewscn nicht den neu erfundenen Glättapparat selbst aus-gestellt hatte; alSdann würde ein solcher Schluß eher möglich gewesensein und die Ausstellung hätte nicht blos anregend, sondern auch belehrendwirken können.
Dem Vernehmen nach besteht übrigens TrcwscnS Vorrichtung aus2 eisernen mit Dampf erhitzten Glättwalzen mit einer dazwischen liegenden,auö zusammengepreßten Papier - oder Pappdcckclschciben bestehenden,Kalanderwalzc. Der Bogen passirt zuerst zwischen dieser und der oberenGlättwalze durch, welche die eine Seite glättet; dann wird er ausgerolltund hierauf zum zweiten Mal zwischen der unteren Glättwalze und derKalander-walze durchgelassen, wobei auch die zweite Seite geglättet wird.Bei starken Papieren soll Drewscn überdies die drei Walzen mit ver-schiedenen Geschwindigkeiten umtreibcn, wodurch außer dem Druck aucheine gewisse Reibung beim Durchpassiren des Bogens erzeugt würde.
§. 75 .
Türkei, China und Vereinigte Staaten .
Von Duzouglou aus Smyrna waren feine weiße und farbigeMaschinenpapicre ausgestellt, welche, obgleich etwas unrein, den Beweislieferten, daß auch in jenen Gegenden schon die neuesten EuropäischenMethoden der Papiersabrikation bekannt und in Anwendung sind. Ganzbesonders bemerkenswerth war die außerordentliche Festigkeit dicscrPapierc,die auf der ganzen Ausstellung nur von den Fabrikaten einiger Englischen Aussteller übertreffen ward.
Von China waren die bekannten, seit Jahrhunderten nach gleicherMethode angefertigten Papiere ausgestellt, darunter auch sogenanntesReispapier sür Aguarellgemälde, welches, ähnlich dem Papyrus der Alten,durch Abschälen schilsartiger Pflanzen gewonnen wird. Es hat ein scbrzartes weißes Aussehen, ist indeß so brüchig, daß es sich kaum an-fassen läßt.
Die Vereinigten Staaten hatten sich nur mit einigen unbedeu-tenden Proben in Pappendeckel betheiligt. Bei andern Ländern fehltendie Papiere gänzlich.