370 XVII. Klasse. Papier , Buchdruck und Buchbinderarbciten.
Die hauptsächlich für Aussrchr H arbeitende Papeterie üu 8o»cllohatte noch billigere Sorten, wie sie auch in Deutschland sür den gewöhn-licheren Gebrauch gangbar sind, ausgestellt, nämlich:
Gewicht Preis
Ooguiile tilw. 5^—6 Kil. 8 Fres. — Ct
- - 5^-6 - 9 - — -
- - 5^—6 - 9 - 50 -
- - . 4^ - 6 - 50 -
Diese Sorten zu etwa 6 Sgr. per ^ Kil. entsprechen in Qualität
genau dem Zollvcreinsländischen Fabrikat von gleichem Preise. Dage-gen stehen die feineren Postpapiersorten, die unsre besten Fabriken jetzt ingleicher Qualität wie Frankreich liefern, im Zollverein niedriger und zwarin den mittleren Sorten ^ bis H Sgr., in den allerfeinsten sogar bis über1 Sgr. per Pfund. Die feinsten Sorten von Montgolsier zu 12Sgr. per Zollpfund liefert z. B. Stein buch in Malmedy , der ziemlich diehöchsten Preise im Zollverein erhält, in genau entsprechender Qualität zu10 Sgr. per Pfund, also eine Differenz von etwa 1 ^ Sgr. per Pfund.Da in Frankreich der Zoll 1^ Fr. per Kil. oder 6 Sgr. per Zollpfundbeträgt, so ist an eine Ausfuhr dorthin natürlicherweise nicht zu denken,wohl aber vermögen wir aus dritten Märkten der Französischen Konkur-renz in Postpapicr mit Erfolg zu begegnen.
Die farbigen Postpapiere kosten bei Montgolsier, Oualit«8»rline, 13 Fres. per Ries zu 5^ Kil. oder 9^ Sgr. per Zollpfund.Die denselben in Farbe und Qualität vollkommen gleichstehenden Postpa-piere von L. Piette kosteten dagegen nur 8 Sgr. und die von Höschund Söhne 3 Rthlr. 7^ Sgr. per Ries ä 12 Pfund, oder eben-falls 8 Sgr. per Pfund. Die diesseitigen Preise sind folglich bedeutendniedriger.
Die ertra dünnen Postpapiere (Oeluros) kosteten bei Montgol-fier, Oiuüitö 8>,perli»e, 18 Fres. (in Azurblau 19 Fres.) per Ries s3 Kil., folglich 24 Sgr. per Zollpsund. Wenn wir nun diesem FabrikatMontgolfierS in reinerer Durchsicht, höherer Glätte, schönerem Lüstreder Farbe, ja selbst in der Lcimung einen kleinen Vorzug vor dem diessei-tigen einräumen wollen, so stehen diese Abweichungen doch in gar keinemVerhältniß zu dem enormen Preisunterschied, indem diese Papiere, wiewir oben sahen, bei Koch, Hösch, Piette u. s. w. nur 14 bis 15 Sgr.per Pfund, also etwa 8 Sgr. weniger als die Französischen kosten.
Das feinste ungeleimte Kopirpost kostet bei Montgolsier 2 Fres.per Zollpfund, im Zollverein etwa 12 Sgr. per Pfund.
Zu den Bücher- und Schreibpapieren übergehend, so kostendieselben in den besseren Qualitäten bei Montgolsier: