384 XVU. Klasse. Papier , Buchdruck und Buchbindcrarbeitcn.
Bleistiftbearbeitung von E. Wolfsund Söhne (Lumberl-mck) und vonH. Morell (149 b'Ieet 8treot) mit allen bei dieser Fabrikation ange-wendeten sinnreichen Hilsswerkzcugen und durch die anerkannt tüchtigenErzeugnisse von Banks, Sohn und Comp. (Oreta Urizcko, Xe^vicle)sehr vollständig repräsentirt.
Von Frankreich ist vorzüglich Leonard Gilbcrt in Givct mitseinen ausgestellten Produkten zu erwähnen, der 60 Arbeiter beschäftigt,auch 8 mechanische Pferdekräfte zur Bewegung der Hülfsmaschinen benutzt,und jährlich 30 — 35,000 Gros Bleistifte in allen Qualitäten nebenFarbstiften zur Pasteimalcrei fertigt.
In der Deutschen Abtheilung fanden vor allen anderen die Er-zeugnisse von A. W. Faber in Stein bei Nürnberg große Anerkennung;derselbe hat die größte zur Zeit bestehende Bleististfabrik, indem er 300 Ar-beiter beschäftigt; das Etablissement besteht bereits seit 90 Jahren undhat in der letzteren Zeit einen solchen Aufschwung genommen, daß sich inden letzten 12 Jahren der Geschäftskreis desselben mehr als versechsfachthat. Die Produkte werden imJnlande geschätzt und genießen eines wohl-verdienten Rufes in den Vereinigten Staaten, Rußland, Italien u. s. w.,und seit unlangcr Zeit gehen nicht unbedeutende Mengen sogar nachGroßbritannien . Ueber die Qualität des Fabrikates giebt der Umstandden besten Beweis, daß dasselbe in Rom, Florenz, Paris, Wien, Berlin ,Dresden, München u. s. w. einen großen Markt hat. Die feinsten Blei-stifte werden präparirt mit Cumbcrland-Blei, Spanischem Blei undBöhmischem Graphit; die billigste Sorte ist mit 20 Kreuzer pro Gros unddie feinste mit 15 Gulden Bayrisch notirt.
I. I. Rehbach aus Regensburg hatte zahlreiche Muster seinernamentlich in mittelfeincn und gewöhnlichen Sorten geachteten Fabrikateausgestellt; außerdem waren noch Muster von Matthias Birkmannin Nürnberg ausgestellt.
Die von Oesterreich eingesendeten Produkte von L. und C.Hardtmuth in Wien bewährten auch aus der Londoner Ausstellung denschon seit einer langen Reihe von Jahren ihnen zugestandenen Ruf. Dieausgestellten Sorten bewegten sich innerhalb der Grenzen von 40 Kr. bis10 Fl. pro Gros. Die Fabrik erzeugt mit ungefähr 60 Arbeitern jähr-lich etwa 300,000 Dutzend Bleistifte.
Unter den verschiedenen ausgestellten Siegellack mustern wurde denmit einer Auszeichnung versehenen Englischen von Hyde u. Comp.(61 blleet 8treet) und von Waterston der Vorzug der schönsten Farbeund der vorzüglichsten physikalischen Eigenschaften zugesprochen; neben denverschiedenen Siegelproben des Ersteren erregten namentlich die großenPyramiden des für heiße Klimaten bestimmten Siegellacks (Inckian VVax)Aufmerksamkeit.
Georg Waterston in Edinburgh hatte eine große Auswahl inverschiedenen Farben, namentlich darunter auch helle ausgestellt; durch