Z88 XVII. Klasse. Papier , Buchdruck und Buchbinderarbeiten.
Proben der mit ihr gegossenen Lettern beigegeben waren, kostete die vonBrockhauS 22^ Lstr., die von Leonhardt 60 Lstr.
Die Setz- und Ablcgemaschinc von M, C Sörensen inKopenhagen zeichnet sich vor den mehrfachen in neuerer Zeit konstruirtcnMaschinen zu gleichem Zwecke durch verbältnißmäßige Einfachbeit, durchdie Verbindung des Ablcgcns mit dem Setzen, so daß ersteres eigentlichgar keinen besonderen Zeitaufwand in Anspruch nimmt, und durch einensehr kompcndiösen Bau aus. So außerordentlich sinnreich die Maschinekonstruirt ist, und obgleich es fast scheint, als sei durch sie das vorliegendeProblem zur Grenze der möglicherweise noch zu erreichenden Einfachbeitzurückgeführt, so läßt sich bei Beobachtung des Ganges der Maschine dieAnsicht nicht unterdrücken, daß sie bei der großen Anzahl minutiöser For-men, die genau mit einander übereinstimmen müssen, leicht Störungen unter-worfen sein wird, welche einen Theil der durch sie bewirkten Zeitersparnis;Neutralismen und daß dieselbe im günstigsten Falle sich nur für Schriftmittlerer Größe und einen ganz gleichförmigen durch Lettern verschiedenerForm nicht unterbrochenen Satz eignen wird. Bei dem zum Setzen die-nenden Theile befinden sich die Tvpen auf dem Umfange eines Cylinderszwischen Stäbchen so eingelegt, daß alle Typen mit ihrer Länge in radialerRichtung und jedesmal die gleichartigen in einer Vertikalreihe über ein-ander liegen. Turch eine Klaviatur wird in der erforderlichen Reiben-folge stets die unterste Letter einer solchen Reihe einer Leitung zugeführt,durch welche sie nach einem Kanale gelangt, der sie nach einem unterhalbbefindlichen Behälter führt, welcher geeignet ist, eine Reihe von bestimmterLänge in der für den Satz erforderlichen Nebeneinandcrstellung aufzu-nehmen, und daher jedesmal nach Eintritt einer Letter um die zur Auf-nahme der nächsten erforderliche Breite vorwärts rückt. Die so erhal-tenen einzelnen Zeilen müssen durch einen besonderen Arbeiter, wie dieöbei jeder Setzmaschine unvermeidlich ist, zu dem Kolumncnsatze umgebrochenwerben. Die Ablegemascbine ist in unmittelbarer Verbindung mit derSetzmaschine so angebracht, daß über dem feststehenden Lettercylinder derSetzmaschine sich in der Verlängerung desselben ein ähnlicher drebbarerCylinder befindet, der zur Aufnahme der abzulegenden Letternzeilen be-stimmt ist, und daher ebenfalls aus Stäben bestehende Führungen für dieseLettern an seinem Umfange hat. In diese Führungen können mittelsteiner Hülfsvorrichtung bequem die einzelnen Zeilen des abzulegendenSatzes Angeschoben werden. Jede Letter hat, um zwischen den Stäbenparallel zu sich selbst geführt zu werden, in halber Höhe einen dreiseitigenEinschnitt, welcher über eine gleichgestaltete Hervorragung an dem einenFührungsstabc sich hinübcrschicbt. In gleicher Art ist die Führung derLettern aus dem unteren Cylinder eingerichtet. Der obere Cylinder drehtsich absatzweis jedesmal um den zwischen zwei nebeneinander stehendenTypenreihcn befindlichen Winkel, und es treten dabei jedesmal sämmtlicheTypenreihen des oberen Cylinders über die des untern. Um nun zu