397
§. 80. Druckmaschinen, Schnell- und Handpressen.
ziemliche Anzahl mechanischer Tiegel- oder Plattenprcsscn nach dem be-kannten Prinzipe der Skandinaviaprcsse in Anwendung, von welcher eindurch Hopkinson und (dope (14 Ko«- Xoetll Street, b'inizbiii)') aus-gestelltes Ercmplar aus der Ausstellung gangbar war und 12 Bogen inder Minute druckte.
Von selbstsch würz enden Handpressen waren drei Einrich-tungen vorhanden, nämlich von 2. Ullmer (110 1'etter Taue, l.oncko»)an einer kleinen Presse so angebracht, daß sich in der Verlängerung desFundamentes der Farbtisch, über demselben die Farbwalzen befinden, undsich der Deckel nach dem Tiegel zu aufschlägt; der Druckmcchanismus warder der Albionpresse. Ferner von Cowslade und Lvvejop (lienckinZ,llei'ks); der Rahmen ist vom Fundamente getrennt und gebt in einer be-sondere» Leitung, der Rabmcn hat nach unten, das Fundament nach obengerichtete Zahnstangen, zwischen beiden liegen durch eine Kurbel gedrehteZahnräder; hierdurch wird nach beendetem Drucke das Fundament nachlinks unter dem Farbwerke weg, der Rahmen nach rechts bewegt, zuvoraber nach auswärts crfolgtcr Bewegung des Tiegels der gedruckte Bogendurch Federn vom Satze abgehoben. Endlich von Ransome und Map(Is)srvicl,) offenbar die sinnreichste und am solidesten ausgeführte Pressedieser Art, mit einem Druckmcchanismus wie an der später zu erwähnen- ,den Handpresse derselben Aussteller. Der Tiegel schlägt sich in Charnie-ren rechts zurück und öffnet den Rahmen, die Form wird durch ein linksangebrachtes Farbwert geschwärzt. Das ausgestellte Ercmplar wardas erste, welches nach diesem System gefertigt worden ist. Preis100 Lstr.
Die geringe Anwendung, welche selbstschwärzende Pressen trotz dervielen auf Konstruktion derselben verwendeten Mühe gesunden haben,scheint aus dem Umstände zu beruhen, daß in ihrer Idee eigentlich etwasden praktischen Bedingungen Unangemessenes zu liegen scheint; bei den-selben bleibt nämlich die Operation, welche am leichtesten mechanisch aus-geführt werden kann, nämlich die Bewegung des Fundamentes und dcSTiegels, dem Arbeiter, die Schwärzung aber, welche die größte Geschicklich-keit, namentlich beim Kunstdruck, voraussetzt, und bei welcher die Unmög-lichkeit, sie in befriedigender Art durch einen Mechanismus auszuführen,oft die Veranlassung wird, daß man von Maschincnkruck absieht, suchtman bei ihr durch mechanische Hülfsmittel zu bewirken. Die Stellungder sclbstschwärzenden Presse zwischen der Schnellpresse und der gewöhn-lichen Handpresse ist daher eine unnatürliche und ihr überhaupt wenigErfolg zu versprechen.
Unter den Handpressen, waren folgende ausgestellt:
2 Kolumbiaprcssen, eine im kleinen Modell von T. Cobb (19Portugal 8treet, Ickucolris Iim.), eine von G. und S. Elpmer undDiron (12 lUmluir)' 8toeet), mit 18 und 24 Zoll Tiegelgröße und derFabriknummer 1479, öfters in Thätigkeit gesetzt; 1-eZZatts Oueen Uress,