404 XVII. Klasse. Papier , Buchdruck und Buchbindcrarbeiten.
Irrige 8troet, Iluclr»«!)' Kvuck) und die in die vorliegende Abtheilung mitaufgenommenen Zcugdruckforincn, nach Französischem Verfahren in Holz-matern gegossen von I. Barker, welche ausgezeichnet ausgeführt waren,Erwähnung zu finden.
Die von I. H. Fischer (Xeev Xortll Konti, Iloxtou) ausgestelltenProben eines BanknotcndruckS in chemischen Wasserfarben, bei denen einzweifarbiger Druck durch eine einzige Operation erreicht werden soll, er-regten besonderes Interesse; es scheint, daß die zum Druck bestimmte Plattemit einem wenig vertieften Muster, das den Grund bilden soll, gravirtwird, während die Gravirung für die Buchstaben weit tiefer greift. DieFarbe, welche in ähnlicher Art wie beim Kupferdruck aufgetragen wird,legt sich daher in größerer Menge in die tieferen Stellen als in die flachgravirten und ist so zubereitet, daß sie auf ersteren Stellen einen ziemlichschwarzen Ton, aus letzteren einen blassen und farbigen hervorbringt.
Die Erzeugnisse der Englischen Druckerpressc waren nicht in einersolchen Menge vorhanden, um ein eben so vollständiges Bild deS Stan-des der Buchdruckcrkunst in England gewähren zu können, wie dies beider Französischen Abtheilung der Fall war; es ist dies namentlich auchFolge deS Umstandcs, daß sich viele Druckereien durch die Meinung voneiner Beschickung der Ausstellung mit ihren Erzeugnissen haben abbaltenlassen, daß eben nur besondere Kunstwerke ausgestellt werden sollten; wirkönnen uns daher hier um so eher auf das Hervorragendste einschränken,als dieser Theil der Englischen Ausstellung aus dem angegebenen Grundeweit hinter der Repräsentation des Buchdrucks in der Französischen Ab-theilung zurückblieb. Wir erwähnen daher hier nur die Polyglottbibcl inseparaten Bänden so gedruckt, daß Seite mit Seite in jedem Bande kor-respondirt, von Samuel Vagster und Söhne (15 Oaternostei-K<nv),— die illustrirtcn Werke von I. H. Parket (Oxlorck), — die Aus-wahl schön gedruckter Werke, unter denen sich auch Holzschnittillustratio-nen, mathematischer Druck und Anwendung der Keilschrift befanden, vonder Eiiivt'i'Vlly I'ee.-,.-, ok Oiilckiii I>v M. H. Hill, — das sehr elegantausgestattete Werk: Treatis« oi> tlm I'atllolo^u- >>v R. W. Smith, ge-druckt bei Hodges und Smith in Dublin , — die Proben illustrirtcnDrucks von Bradbury und Evans (äVInteli-iai-!;), darunter vorzüglichX. lüstuev e>? pntte-rio :,»ck poreelai» von Joseph Marrpat, — die imGeschmacke früherer Zeit gedruckten Werke von William Pickering,(177 piccLclilly), darunter ein Euclid, in welchem die mathematischen Fi-guren in buntfarbigen Linien so gedruckt waren, daß die Linien von gleicherBedeutung gleiche Farbe hatten; — der illustrirte Musikdruck von JohnArmstrong (11 Oreat Vollere 8treet Xortli, Oamckon To>v»), — dievon dem Prinzen Albert beimMansion-House-Banket gehalteneRedc inEnglischer, Deutscher, Französischer , Italienischer, Türkischer und Arabi-scher Sprache von Horatio Owen (b'aleon 8«pmre), — das aus 80Fuß Messinglinien und mehr als 12,500 Ornamenttypen zusammenge-