Band 
Zweiter Theil.
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412
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412 XVII. Klasse. Papier , Buchdruck und Buchbinderarbeite».

Eduard Hänel, Hofbuchdrucker aus Berlin , hatte durch 500 Druck-muster, 100 Schriftmustcr, galvanische Gießformen und Kopien von Holz-schnitten, kreisförmige wettern,'eine chcmilvpirte Druckplatte, zwei Preu-ßische Wappen zum Prägen rc. einen Theil der großen Mannigfaltigkeitvon Erzeugnissen ausgestellt, durch welche er eben sowohl, als durch dasBestreben, stets das Neueste und Geschmackvollste zu liefern, sich aner-kannte Verdienste um Ausbildung des Deutschen Buchdrucks erworbenhat. Durch die Verbindung der Schriftgießerei, Stereotypie und Gravir-anstalt mit Buch-, Kupfer- und Steiudruckerei stehen diesem Etablissementdie Grundbedingungen zu der auch aus der Ausstellung in das gcbörigeLicht gestellten Vielseitigkeit seiner Produktionen zu Gebote. Um Hünel'sRuf als Drucker zu belegen, bedarf es nur einer Hinwcisung aus dieausgezeichnete Ausführung des so verbreiteten Eisenbahn-, Post- undDampfschiffkursbuches. Als sehr zweckmäßig eingerichtet müssen die Stcm-pelapparate für Eiscnbahnbillcts bezeichnet werden.

Die Schriftproben von I. B. Hirschfcld in Leipzig befriedigtendurch ibrc Gleichmäßigkeit und Klarheit; das von demselben zum Jubiläumder Buchdruckerkunst gefertigte Buntdruck-Tableau in 19 Blättern er-scheint auch jetzt noch als ein bedeutsames Produkl, und konnte zur Zeitseiner Anfertigung als eine ganz außerordentliche Leistung betrachtetwerden. Es war zu bedauern, dieses Etablissement nicht auch durch dieaus demselben hervorgehenden Etiquetten und ähnlichen Leistungen ver-treten zu sehen, die nach Auffassung und Behandlung eine hervorragendeStellung einnehmen.

Die Schristprobcnschauen der Drcßlerschcn Schriftgießerei inFrankfurt a. M. und von Bcnj. Krebs und I. Eb. Bauer daselbst,dienten wesentlich zur Vervollständigung eines Bildes von dem gegenwärtigen Stande dieser Branche; durch die aus Verbesserung der Fraktur-schriften gerichteten Bemühungen des ersteren Etablissements sind die soverbreiteten Wallbaumschcn Schriften ziemlich verdrängt worden; die an-erkannt tüchtigen Leistungen der Letzteren waren durch drei Bände ihrerSchristprobenschau dargelegt.

Einen großen Reichthum an Schriften zeigten die Schriftproben vonGustav Scheltcr in Leipzig , von dem zugleich die als erster Versuchbekannten stenographischen Typen nach Gabclsbcrger ausgestellt waren.

Das von dem Hosgravcur A. Bcycrhaus in Berlin ausgestellteTableau chinesischer Schriften, deren Zeichen im Auftrage der Missions-gcscllschafv zu Ncw-Uork in 4210 Stablstempeln geschnitten und inKupfermatrizen gegossen sind, ließ das Prinzip der Zerlegung nicht voll-kommen deutlich erkennen; nach später crbaltenen Mittheilungen des Aus-stellers bcstebcn die beweglichen Lettern aus 2810 Vllole cliaiacter.-i. dieden ganzen Tcrtkcgel einnehmen, l(>5 IOi>1ic.il8 ^»,-,peiuIic>ilar. welche Ades ganzen Kegels und 1295 I'rimitives perpeiulicular, welche Ades