tz. 93. Globen, Reliefkarten, Planetarien und Lnnarien. 451
Karten, Pläne, astronomischen, geographischen und statistischen Werke,welche aus Herrn Wyld's thätigem Verlage hervorgegangen sind, aufge-stellt: es fanden sich darunter zehn verschiedene Atlasse vorn Preise von6 Schilling bis über 11 ^ Lstr., mit schwarzen und kolorirten Karten.
Charlotte Readhousc (Newark-on-Trent) ReliesglobuS desMondes. Auf demselben sind die Ringgebirge zu sehen, in goldgelberFarbe vor der dunkler gehaltenen Oberfläche des Mondes hervortretend.Die Oberfläche des Mondes ist mit großer Sorgfalt modellirt und giebteine treue Darstellung dessen, was man mittelst bedeutender Vergrößerun-gen durch Teleskope erblickt.
Hier reihet sich am zweckmäßigsten die große Mondkarte von Nas-mpth (Manchester ) an. Die Karte ist mit weiß aus schwarzem Grundgezeichnet und hat einen Durchmesser von etwa 3 Fuß. Dieselbe giebtein klares Bild von der Mondeöoberfläche, wie sie durch stark vergrö-ßernde Teleskope bei günstigster Beleuchtung gesehen wird. Die großeZahl und Größe der Ringgebirge, mit denen die Oberfläche des Mondesbedeckt ist, berechtigt zu der Vermuthung, daß es erloschene Vulkane seinmögen; die in Mitten der ringförmigen Wälle sich häufig zeigenden Kegelmögen die Wirkungen eines letzten Ausbruchs gewesen sein, wie man diesauch bei den Vulkanen auf unserer Erde bemerkt. Aus der großen Zahlder vulkanischen Berge auf dem Monde hat man folgern wollen, daß dieMasse, desselben sich rasch erhärtet und zusammen gezogen hat, denn dieMasse desselben beträgt nur -D derjenigen der Erde, während doch dieOberfläche gleich ist, woraus folgt, daß der Mond im Vergleich zurErde eine viermal größere Wärme ausstrahlende Oberfläche besitzt, als dieErde. Hieraus hat Nasmyth den Schluß gezogen: daß durch die schnelleErstarrung der Oberfläche, während die übrige Masse noch im geschmol-zenen Zustande sich befand, letztere, durch das Zusammensinken der ersterengepreßt, sich an vielen Stellen Ausgänge verschafft hat, durch welche siehervorgedrungen ist. Hierdurch mögen die vielen Erhebungskrater erzeugtworden sein, welche der Mondesoberfläche den eigenthümlichen Charakter-verleihen (LclinburKlt nerv pliilosoptiical ckoui-iml, Vol. 51, pciA. 267.)
Blunt (Shrewsbury ) galvanoplastische Darstellung des Ring-gebirges Eratosthencs, nach dem Urtheil von Sachkennern sehr treudargestellt.
Marratt Mondglobus von 2 Fuß Durchmesser, nach Russel'sAngaben von 1797 (!).
Adorno (London ) hat einen Globus ausgestellt, aus welchem gleich-zeitig eine Erd - und Himmelskarte gezeichnet war. Welcher Vortheildaraus erwachsen soll, ist uns nicht einleuchtend. Ferner einen Globusin einzelne Quadrate zerschnitten, welche von einem eisernen Träger mitArmen in bestimmten Entfernungen von einander gehalten werden. DerVerscrtiger hat ein Werk geschrieben unter dem Titel: „Introäuction to
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