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§. 95. Farbpslanze» und daraus bereitete Farben.
dacht, es sei aber vergönnt hier noch Näheres über denselben anzuführen:Der Snmach kommt in 2 verschiedenen Arten in den Handel, als pulvcr-förmigcr Körper, der aus den gemahlenen Blättern und Stengeln desSumachstraucheS besteht, und aus den Blättern allein. Die beste Sortekommt aus Sicilien. Der Snmach findet in der gcsammten FärbereiAnwendung, ebenso für Leinen und Seide als für Wolle und Baumwolle. Niemals wird er benutzt, eine sclbstständige Farbe zu bilden,denn es ist nur sein Gerbstoff, der als Mittel zur Befestigung der Farbendient. Die verschiedenen Präparate, die als Surrogate für den Sumachin den Handel gebracht worden sind, waren nicht im Stande ihn zu ver-drängen; er wird in ungeheueren Blassen verbraucht.
Die Chemikalicnfabrikanten Wood und Bedford in Lccds hatteneine Reihe der verschiedenen Flechten, welche bei der Fabrikation vonOrseille, Pcrsto und Lackmus gebraucht werden, ausgestellt, einschließlichldoceella l'ueilarmis, lioceellu tiiictoriu, lEuimliiur lärmucea, Ouriueliaju-rlutu, I'uiiuelia turtureu, Ombilieuriu ^iiütillrrtrr und Eurrgiliorrr nuie-,»m. Daneben befanden sich die aus diesen Flechten gewonnenen reinenFarbstoffe als: 6r)'t>rri»e, 6ec,inoriue, Kte/cliuocliroiiiiiie, 6-juine undAschen von kioecella liicil'oii»!« ; auch Proben von Pcrsto, Orseille undderen Anwendung beim Färben und Drucken.
Smith und Sohn, (14 Corlret Court, Spitalsiclds): Orseilleund Pcrsto, Flechten :c., von denen sie herrühren, so wie Proben vonFabrikaten in Leder und Stoffen, die mit Orseille und Pcrsto gefärbt undbedruckt sind.
C. Eooncy, (60 6-uR 6:me, Dublin ): Muster frischer Farbe-stoffe, als: Indigo, Bläue, Pflanzen-Gummata und Schwärze.
I. Robinson und E o m p. Huddcrssield, Erfinder und Fabri-kant, in Orseille und Pcrsto patentirt: Flüssige Orseille zum Färbenund Drucken. Muster von Kammgarn im besten Pcrsto gefärbt.
Long und R eynoldt, Hackncy, Fabrikant: Sasflor zum Färben,mit Proben.
W. Durch (dchvvarck-ckoiie älill, Woodford, Esser), Fabrikant:Eine Reihenfolge von Stoffen und Zusammensetzungen, welche in derFärbekunst Anwendung finden. Farben, die in der Oelmalerei und imOeldruck gebraucht werden w., mit erläuternden Proben.
Bei einigen dieser Sammlungen sind die getrockneten Pflanzen,welche den Farbestoff liefern, beigegeben.
a. Bon denjenigen Pflanzen, welche rothen Farbestoff enthalten,nebmen die Flechten, aus denen Orseille, Lackmus und Persiodargestellt werden, einen beträchtlichen Raum ein und sind sehr vollständigvertreten. Diese Pflanzen stehen auf einer sehr niedrigen Organisations-stuse. Ihre anatomische Struktur ist ganz zellenartig, und sie gehörenzu der blüthenlosen Abtheilung des Pflanzenreichs. In allen Wclttheilcnsind sie anzutreffen; sie gedeihen in den unfruchtbarsten Lagen, bilden auf