Band 
Zweiter Theil.
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476
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476 XVIIl. Klasse. Farben, Muster, Färberei und Druckerei.

und Ebina wachsenden Bäume, deren Fleisch zum Schwarzsärben undGerben gebraucht wird, waren aus Moorscbedabad, Cuttak und Assam als Fruchte der Termiimlia eitrina und Derminalia l-ellerica ausgestellt.

Eatechu, teri-a .laj.nniea, der getrocknete Saft IndischerPflanzen (Tl). l. S. 42ü); er findet in der Baumwollen- und Leinen-färberei vielfache Anwendung uitd giebt satte und ächte Farben. DasEatechu vertritt fcbr häufig die frühere Anwendung des Krapp.

Xbutilo II 8triat„», aus Assam . Haradah-Beeren vonden Hügelreihen Orissa'S. Malakka-Nuß , älarl<i,>j; „nt fKemecar-,NI!> Fnacarüium), aus Assam . I» 1 o o, Mehl- oder Haarübcrzug derFlllcht von liottleia tinctoria aus Assaui. Samen, Wurzel und Pulverder zum Färben zubereiteten i)l„,ä,i>lu cito, s„Iia aus Rajpootana.

Gelbbecrcn aus Perficn, in der Druckerei am meisten geschätzt;eine ähnliche doch nicht so gute Art war aus Frankreich ausgestellt, §ramzck Dvigi»,». Der in letzterer Zeit aus einheimischen gclbsärbcnden Pflanzenbereitete Nbamnin-Ertrakt ist ein sehr zweckmäßiges Surrogat für dietheuren Beeren.

V. Zusammensetzungen, Präparate und Verschiedenes.

FlockenhauS u. 6oi»p in Köln sandten eine Flasche ibrer inPreußen patcntirten Plus- oder Nopp-Tinktur zum Echtsärbcn allerleinenen oder baunnvollenen Fäden in dunkelfarbigen wollenen Tuchen;desgleichen eine blccherne Büchse mit Indigo-Karmin, mittelst dessen manalle wollenen, seidenen, baumwollenen und leinenen Stoffe einzeln oderin gemischten Geweben zusammen baltbar in kalter Küpe färben kann, nebstmehreren andern auf solche Art gefärbten Mustern in den genanntenStoffen. Wegen der Vorzüglichkcit dieses Färbemittels, dessen Zusammen-setzung Geheimniß der Aussteller ist, wurde ihnen die ehrenvolle Er-wähnung zuerkannt.

AuS Indien (Celebes ) kam Gajo-Gummi, dort beim Färbengebraucht.

P. Smits zu Utrecht stellte unter den Namen UlH-ciu'oumte <Heund „einsammle uciü" (Aloepurpur, Goldleimsäure, Pikrinsäure) einneues Färbemittel aus, welches geeignet sein soll, durch Anwendungverschiedener Beizen fast alle Farben herzustellen. Die van van Rooyenaus Utrecht vorgelegte große Anzahl von Zeugen verschiedener Farben,anscheinend im Stück gefärbt, waren indessen noch wenig befriedigend(s. oben Th. kl. S. 140). Das Pigment selbst ist scbr leicht im Gewicht,besteht aus Blättchcn und Krystallen von leuchtend chromgelber Farbe,wird deshalb auch Goldleimsäure genannt; es wird der Hauptsache nachdurch Einwirkung von Salpetersäure aus Aloe hervorgebracht; die vondem Verein für Gewerbfleiß in Preußen im Mai 1852 mit diesem ineiner kleinen Quantität verschriebenen Aloepurpur gemachten Versucheführten nur bei der Färberei auf Wolle in braun, roth und Modefarben