Band 
Zweiter Theil.
Seite
625
JPEG-Download
 

625

8- 126. Handschuhe.

dener und halbseidener mit Wolle gefütterter Handschuhe eingeschickt hatten,darunter eine patentirte Sorte, aus einem anscheinend vorzüglichen Mate-rial gefertigt, welche er Brayama-Handschuhe nennt. Ferner aus Lei-cester: John Fr. Ellis (Nr. 209), der ausschließlich gewirkte Hand-schuhe in Seide, Zwirn und feinster Wolle ausgestellt hat.

Aus dem Zollvereine war die Chemnitzer Fabrikation in diesemArtikel durch I. S. Gläser s,m. in Schönem vertreten: er hatteein großartiges Sortiment Handschuhe in leichterer Waare aus Baum-wolle, Seide und Halbseide, namentlich auch Florhandschuhe in allenSorten und Größen im Preise von 12^ Sgr. bis 2^ Rthlr. das Dutzendansteigend ausgestellt, die ihrer Preiswürdigkeit halber prämiirt wurden.Aug. Pest er in Limbach hatte die feinern haltbarem Sorten in gefärbterBaumwolle, Wolle und Seide geliefert und seine Nummern in Wolle stei-gen preiswürdig bis zu 4 Rthlr. 20 Sgr., und Doppel-Trikot-Handschuhein Seide bis 5^ Rthlr. Wollene Handschuhe hat das obenerwähnte Hausvon Chr. Zimmermann und Sohn in Apolva in einigen Nummernmittlerer Qualität und außerdem Mörschel, Winzenried und Comp.in Herrenhaag bei Hanau eine numcrreiche Ausstellung gestrickter undgehäkelter Handschuhe in geringerer Qualität, jedoch zu sehr mäßigemPreise -) 1<^ bis 2^ Gulden Rheinisch das Dutzend ausgestellt.

Aus Frankreich sind von fünf Häusern dergleichen Handschuheeingesendet, namentlich treffliche Sorten in Seide. Von ihnen nennenwir Talbouis, Verdicr und Comp. in Paris (Nr. 1025), derenHandschuhe in Seide, Zwirn und Wolle von neuer und eigenthümlicherArt der Fertigung waren; ferner Ch. Depoully in Paris (Nr. 1586)und Dusso l in Sumine (Nr. 150) (Departement de Gard).

Aus Rußland endlich hat Lafont aus Moskau seidene Hand-schuhe eingesendet, die den Parisern nicht nachstehen.

2. Als Material für die zweite Gruppe der Handschuhe sind außerden verschiedenen Ledersorten auch feine Wollenftoffe, Buckökins, sowie kurz geschorne Velpel und Plüsch üblich geworden und waren der-gleichen Handschuhe in schönen Sorten ausgestellt.

Unter den Lederhandschuhen überwiegt als Material namentlich Gla-celcdcr, worin zahlreiche Ausstellungen aus den verschiedensten Ländernmit ausgezeichnet schöner Waare sich vorfanden. Die feinsten Sorten Gla-celeder werden bekanntlich aus den Häuten junger Ziegen, die geringernaus Lammhäuten durch eigenthümliche Behandlung des alaungaren Ledersmittelst Milch, Weizenmehl, Salz und Eigelb, wodurch jenes die ihm eigen-thümliche Weiche und Elasticität erhält, verfertigt. Nächst den Glace-handschuhen finden wir auch gute Waaren in sämischgarem und Wild-leder. Eigenthümlich genug waren die Schweiz und Savoyen, deren Gems-lederhandschuhe so berühmt sind, hier nicht vertreten.

England hat in diesem Zweige der Industrie sich zahlreich bethei-II. 40