An K. Waiestat zu Schweden .gelender seind vorzeiten also arm vn̄ turfftig gewesen an der leibs narūg ⁊ siejre indigenas vn̄ läds leiit nit haben moͤgen erziehen, suns mit grossen hauffen inandere fruchtbare lende geschickt, dann do her seind komen die Gothen, Longo-barden/Nortmener/Cimbern, Schweitzer, Alanen, vn̄ andere vil mere, aberzu vnsern zeiten übertreffen sie in reichthümen gar nahe alle lender Europe,wirt auch minder mangel darin gefunden dande in disen iisseren lend'n. Wo findtman mere golts silbers/ kupffers vn̄ andere metasten, han in Eisen lendern-Wo sindt man hübscher viech vn̄ mere fleisch vn sisch dan̄ in disen lendern, dieauch dem gantzen Teütsch land, Franckreich, Behem vnd Poland dürr vndgesaltzen fisch gnüg geben. Was kostlicher fel vnd beltzwerck auß disen lenďnkom̄en in alle mittaͤgige lender, weißt jeder man. Wo kompt aber ℥her/ dasdiselenꝺ die jre ynwoner vor zeiten nit habemogen erneren, die selbigen speisenjetzunt vnd schicken narum in andere lendern? Eskompt von der hand Got-tes/ der gibt vnd nimpt nach seinen gefallen/ vn erzeigt mit seinen thaten/& er derherrist/ nit aff ein im himmel/ sind auch auff der erden/ vnd in hem weyten mö-re/ vn̄ alle ding durch in verhandlet werden vnd nichts ex fortuna vel casu, ꝺzist von gluckod onglück, wie die menschen daruon reden, sunder alles auß dewissen, ja ordnungen Gottes geschicht. So her köpt es das ein künigreich abgath vnd das ander auffgath/ ein land reich wirt vn̄ das an der verdirbt, einstatt zu nimpt vnd die andere ab nempt, ein herrschafft auß stirbt vn die anꝺeauff stoth, vnd in sum̄a vnd dem beweglichen himmel nichts bestendig bleibt, sun-der alles der wanderbarlichkeit vnderworffen ist, darauß wir lernen solle vnserhertz nit auff das zergenglich, sund auff de ewig züschlahe. Solichs aber schreibich/ nit das ich ewer küniglich sD. do mit lernen wöll/ die solichs wol weißt, sunddas ich erwz anzeigung geb, was mich verursacht hat zu beschreiben diß buch dzvor mir keiner vnďstanden hat in solcher gestalt vn in Teütscher zungen. San̄das argument streckt sich gar weit. Ich hab hie ein Cōpendium vn̄ kurtzen begriff voͤalleͤlenδn des ertrichs ꝺe gemeinen man wöllen für schreiben, sich darin mit lesen zſſerlustigen/ vn den gelerten ein weg an zeigen, wie man nach so vil Teütschen Chro-nographien, auch garnützlichen Cosmographien vn̄ Topographien schreiben mö-chte/ wie ich dann solichs vor 18. jaren hab vndstanden vn̄ angefangen mit disemwerck/ nach gefolgt de hochgelerten man Straboni. Als ich aber vor zwey jarennoch mit diser arbeit vn̄ gieng/ ist zu mir kom̄en E. F. M. Diener, d hochge-lert herr, herr Georgius Normannus, dͤich vor hin vß etlichen bůchern vndꝺ meinem namen auß gangen bekant was, vn̄ als er besichtiget dise sürgenommen arbeit,schetzt er sie wol wyrdig, das sie vnd den königliche schirm E. O. an tag käme,sunst were ich so vermessen nit gewesen, disem büch ein solchen patron für zustel-len. Hab mich auch diser anmuͤtūg dester lieber vnδzogen, als ich von im vernomen hab/ das frey vnd geneigt gemut so E. Wa. tregt gegen allen gelerten vn̄küstreichen, welchs sie sunderlich beweißt in Hem das sie sich fleißt die jungen landsfürsten vn̄ Printzen Ewer Waiestat sijn zu instituieren in Christlichen tugenden,vnnd adelichen künsten. Got woll sollich gemuͤt bestetigen biß zūm end. Hiemitwil ich E. F. W. mich auff das aller vnderthaͤnigst mit dem höchsten fleiß be-folhen han. Datum zu Baselam xvij. tag Augusti, anno M. D. xlii ij.E. Künig. M. vnderthaͤnigester Sebastianus Munsterus.
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Cosmographia. Beschreibung aller Lender durch Sebastianum Münsterum: in welcher begriffen aller Voelker, Herrschaften, Stetten, und namhafftiger Flecken, herkommen: Sitten, Gebreüch, Ordnung, Glauben, Secten und Hantierung durch die gantze Welt und fürnemlich Teütscher Nation ...
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