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Cosmographia. Beschreibung aller Lender durch Sebastianum Münsterum: in welcher begriffen aller Voelker, Herrschaften, Stetten, und namhafftiger Flecken, herkommen: Sitten, Gebreüch, Ordnung, Glauben, Secten und Hantierung durch die gantze Welt und fürnemlich Teütscher Nation ...
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Münsteri.haben sich fürt hin gebraucht der vernunfft vnd leibs krefften, vnd haben daserteich so mit dicken welden überzogen, mit sthedlichen thieren erfült, vnd mit Das ertrichsumbawbcegrossen lachen ongebauwen vn̄ wust lag, mit klſgheit vnͤ arbeit geseubert direit.steinen, von den höltzenen Blöchern vnd überflüssigen wässern, haben es ebenfruchtbar vnd hübsch zu gericht. Die ebne felder haben sie zu eckern vn̄ die bii-hel zu den weingaͤrten verordnet/ vn angefangen mit dem karst korn vii weinauß dem ertrich zuziehen, das vorhin kaum eicheln vnd Holtzöpffel zür narungbringen mocht. Sie thäler haben sie geziert mit feiichten wysen oder matten vn̄lustigen gärten, vnd die güpffel der bergen den welden gelassen. Vn ist also balddarnach das gantz ertrich der frucht tragung der massen zügeeignet worden,das kaum so vil überbliben ist/ das zür weid vnd dem holtz wachs gnüg ge-wesen. In disem allen haben die menschen angefangen hin vnd her an bequemlichen örtern flecken zubauwen, auß kleinen dörffern groß stett zu machen, auff siehohen berg schloͤsser zuͤsetzen, in den thälern Heilsame vnd lustige Brunnen in steine särchen züfassen, hibsche bäum die ein schatten maͤchte darumb zupflantzen,vnd Maruon durch kännel vnd teiüchel weit in die stett hinein springende brunnengelegt. Sie baͤch vnd ongestuͤme wässer, die vorhin etwan weit außgelauffenzu mercklichem schaden Heß felds vnd frucht/ haben sie mit dammen vnd ge-schlagnen ertrich bezwungen vnd in einen staͤten gang gefasset, vnd das man ge-ring(so man wölt) darüber kommen möcht/ starcke brucken gemacht. Vnd alsoist das ertrich nach vnd nach so gar durchbawen worden, das es jetz zur zeit einander ertrich möcht genempt werden, wan man es rechen wolt gege der wildenform vnd gestalt, so es zu den ersten zeiten hat gehabt. Es seind auch durch diemenschen mit derzeit erfunden vil sinnen reicher kunst, die sie in geschrifften jhren nachkommen habe verlassen, ettliche aber seind grund gangen. Vnd also sichst dudas die welt in ein gar hübsche ordnung gebracht, weder sie vorhin hat gehabt.Aber der fyend menschlichs geschlechts hat gar bald seinem samen darin gesaͤhet.Sann erstlichen hat er die menschen im vndthaͤnig gemacht mit alle lastern, dar-nach ein begird in inen erweckt, zu wissen zukunfftige vnhimlische ding, auchHurch hunckel weissagung in sie triben ein forcht, vnd siir gehalten ein verworffnendienst der götter vn̄ görtin/ damit er ab tilget des waren Gotts erkantnuß. Sokam es her/ das er antwort gab durch die spöttliche bilder zu Selphi, item inBeotia, in Euboca vnd bey dem Hammon in Egypten, vnd bracht es dohin das die menschen Göttliche er entboten Saturno zu Rom , dem Jupi-ter in Creta , Junoni zu Samos , Bacho zu Thebas, Osyri in Egypten, A-poffini zu Selphi vn Veneri in Cypern, Seren namen noch bekant waren beyjren völckern der gutthat halben so sie inen bewisen, oder ettlicher nutzlicherneuwer ding halb die sie erfunden hatten. Ja so hert hert er die blinden leüt ansich zogen, das man den teuffelischen dienst auß jrem hertzen nit bringen mocht,on viler heiliger menschen überflüssigs blut vergiessen. Vnd do dz auch geschehen/ hat der listis Satan etwas anders erdacht, vnd die menschen in einer an-dern gestalt angriffen/ betrogen vnd verfürt, vnd seinen anschlag dohin bracht,Das die völcker in dem kleinen Asia , inn Armenia , Arabia , Persia, Syria ,Assyria,Iedia , Egypten, Numidia , Libya, Mauritania , Thracia vndiiijGriechens