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Cosmographia. Beschreibung aller Lender durch Sebastianum Münsterum: in welcher begriffen aller Voelker, Herrschaften, Stetten, und namhafftiger Flecken, herkommen: Sitten, Gebreüch, Ordnung, Glauben, Secten und Hantierung durch die gantze Welt und fürnemlich Teütscher Nation ...
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CLXXXVIII
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der VogtenonmAndern sollensiq illeCamerich alte gesettoderlich

clxxxviijDas dritt buchVnder Conrado dem ersten so erwelt anno 93. ist der obgedacht bruch ge-endert worden, vnd Hertzog Henrichen von Sachsen so mannent den vo-gler, das Hertzogthum in Sachsen zu einem erblehen geben, auff das er desterfleissiger were zuͤstreyten wider die Obotritos vn̄ andere onglaubigen. Nachmals hat Otto der erst vnd seine nachkommen die obgedachten empter vnddigniteten zu erblehen verlehen vnd zu zeiten fur eigen vergabt. Also seinddeß mheren theils die Hertzogthummen vnd herrschafften deß reichs, erblehenworden, vnd etlich zu eygen von den keysern überkommen. Es haben dochdie künig vnd keyser vil stett, taͤler, gründ vnnd dörffer inen vnd dem reichvorbehalten.Wie die Reichstett vnd die Reichstalergefreiet worden.CVrstenthſumb vnd alle herrschafften im reich, deß gleichen die fürne-men stett vnd flecken seind der keyseren vnd des reichs gewesen, die zölltVongelt, gefell in den selbigen seind in gezogen worden durch des keysersamptleüt, vn dem keyser oder kiinig zugestelt. Nach dem aber deß reichs läd-schafften den fürsten vnd Herren zu lehen geben vnd sunst vergobt, haben diekayser vnd künig die zöff, ongelt vnd gefelt den selbigen herren vnd Fürsten,auch züm grössern theil zugestelt, vnd haben in disem fal des reichs vnd jreneygnen nutz nit so hoch bedacht als die könig in Frankricht welche gemeinlichin affen Hertzogthümen vnd herrschafften inen selbs vorbehalten die grösserenutzung in zöllen/ ongelten/ steüren vn̄ gefellen. Vnd gleicher weiß wiedie kiinig vnd keyser in Teütschen landen hand hoch begabt die Fürsten vndherren, also habend sie auch nachmals auß sunderer gnad vnd miltigkeyt ge-freyet die alte stert, des reichs thäler vn flecken, den selbigen vergoͤnt eigen regierung/ des gleichen ein mercklichen theil der zöfften/ ongelts vnd anderen gefellenjnen zugestelt/ in welchen die Teütschen künig vnde keyser, an gnaden vn̄ miltig,kent/ die kiinig ander nationen weit übertreffen. Seßhalb haben Fürsten vndHerren ab den stetten/ noch dogegen hiereichstett vnd des reichs taͤler ab denFürsten vnd herren nichts zubeklagen. Wann alles so beide theil haben/ komptauß sunder gnad vnd miltigkeit der keyser vn̄ künigen, geschlossen so nachmals die Fürsten vn erlichen stett, vilem Grauen, Herren, Freyen vn Edel knechten Ire herrschafften vnd dörffer abkaufft haben.nogWas ordnungen in dem keyserchtumb gemacht seien.Jeweilich an dz keyserthůmb kommen bin, will ich es abrichten ehe ich fürmich neme des Teutschen lands prouintzen. Sarumb solt du zuͤm erstenmercken, das zu den zeiten des grossen keyser Carlens vn̄ lang darnachdie satzungen eins andern Römischen künigsfast gestanden istan dem nehstvorgenden keyser. Welchen der bestimpt oder anzeigt, Her ward darnachvon den Fürsten deß reichs erwelt vnnd gesetzt, vnd also verließ gemein-liche der vatter dem sun gleich als in erb wyß, das keyserhumb. Sochwann der sun etwan gar kein nutz was, legten sich die Fürsten darin. Sißhatt nun seinen gang biß zu demjar Christi 93. So Otto der ander starb.So vnder-