Buch 
Cosmographia. Beschreibung aller Lender durch Sebastianum Münsterum: in welcher begriffen aller Voelker, Herrschaften, Stetten, und namhafftiger Flecken, herkommen: Sitten, Gebreüch, Ordnung, Glauben, Secten und Hantierung durch die gantze Welt und fürnemlich Teütscher Nation ...
Seite
CCVI
JPEG-Download
 

manen

Das dritt bůchceviVor Christi geburt sechzigjar ongeuerlich haben die Heluetier sich verbun-Rauracer den mit jren nachbauren den Kauracern vn anderen. Nach solichem seindsie mit weyb vnd kind auch aller hab auß jrem land gezogen, der meinūg bes-Baszler.ser vnd fruchtbarer landschafften inzunemen vnd die selbigen zübesitzen, vnndfelicht das gantz Gallier land vnder sich zu bringen. Seind erstlich gezogengegen Jenff vnd der Römer prouintzen, so ietz Sophoier land vnd Selphi-nat genent wirt. Als aber Julius Cesar der Römerhauptman mit seinen hörevil graͤben vffwarff, auch mauren vnnd letzinnen vffricht/ namen die Helue-tier den weg durch die Sequanier ietzmal graueschhafft Burgund, zügentbiß in die Heduosietz das hertzogthüm Burgund, vnd nach vil scharmütz-len vn̄ handlungen hat zu letst Julius Cesar mit aller seiner hörtßkrafft ein grosschlacht mit den Heluetiern gethan, weret von der siebenden stund des tagsbiß in die nacht, in welchem streyt vff beiden partheyen kein fyend hem andernsein rucken keret, sunder manlich gegen einander fochten, zu letst sieger Juliusvnd bezwang die Heluetier daß sie wider kerten in Ire landschafft, die selbigenbauweten vnnd wider Ho woneten, do mit die Germanier oder Teütschen(sojhenet halb des Rheins) nit herüberzugent vnd der Heluetier land besessent.Vordissen zeyten habendie Heluetier ein besunder vnd eygen regiment vn-der inen gehept, keinen andern Commun oder herrn vnderworffen, wie auchAls Julius Cesar die Helue-der zeyt vil ander völcker im Gallier land.tier überwunden/ hat er für vnd für kriegt/ biß er das gantz Gallierland vnderdie beherschung der Römer gebracht.Von der sprach so die Heluetier vnnd Gallier domalens gehept, ist zweierHeluctierhand meinūg. Etlich wöllen(vnder welchen der hoch gelert Beatus RhenaAprach.nus) die Gallischen sprach sey ein besunder sprach gantz ongleich der Teut-schen vn̄ auch der ietzigen Frantzösischen, der gleychen der Latinischen sprachgewesen. Sie andern(vnder welchen der fürnem Egidius Schudi von Gla-ris) vermeinen die Gallisch sprach sey ein Teutsch sprach gewesen, vff die artwie disser zeyt in Heluetia, auch Baßler vnd Straßburger bisthüm, vnd dergleichen gegne am Rhein gebraucht wirt. Es haben beid theil trefflich vrsa-chen vnd vermuͤtung, laß des halb einem ieden sein vrteil.Wie vor der geburt Christi etlich Cimbri(ein volck Teiüscher nation) in Heluetiam kommen.Je ich hie fornen bey den geschichten so in Italia sich verlauffen, geschei-W Ee hab/ hat sich hüdert iar vngeforlich vor Christi geburt bey de Teütschen moͤre hinder Sachsen ein gros volck erhebt, so man Cimbros vn̄Teutonos nent, seind durch Teutschland biß an Rhein , darnach über denRhein in der Gallier land am moͤreietz Flandern oder Braband gezogen.Vnd als in die selbige landschafft lenger zubewonen nit fuͤglich was, zuͤgen sieHurch das gantz Gallier land biß an den Rodan, begerten den Römernlandschafften in welchen sie wonen möchten. Solichs aber ward inen abgeschla-gen. Saruff kereten die Cimbern in der Römer prouintz, vnd als sie in Ita­ lia zuͤgent/ liessen sie dis halb des gebirgs vnd hie dissent des Rheins jr kriegsriistung