pittich knes
Das dritt buchCCXXIdasschloß Rheinfelden, so mitten im Rhein vff einem felsen stot, gewunnenSchlosz zuRheinfelden das selbig vnd besetzten es. Als graue Rudolphen disser krieg vnnd auch derkrieg so erhatt gegen dem apt von sant Gallen zu schwere wolt werden, verfuegeter sich in eigner person mit wenig dienern on alle geleyt ghen Wylim Turgöw/ begert daß er zu dem apt ingelossen würd. Ab solichem hatt der apt einverwundern, doch befalch er, daß graue Rudolph zu im gelassen wurd. Gra-ne Rudolph sprach zu dem'apt, Herr vnd sant Gallen, wie wol ich mit euch inkriegstand, so beken ich nit desterweniger daß ich ewerlehen man bin. Vnd sowir beid einander gleich fast beschedigeten, so würde der bischoff vô Basel vn̄die stett/ so sich zu im verbunden haben, desselbigen wol mögen lachen. Ich beger mich mit uch vn̄ ewrem gotshauß zu richten/ So mit ich mich des bischoffsvon Basel moͤgerweren. Ses gleichen etlichen rittern, edelknechten vnd burge-ren so von meinet wegen der bischoff auß der statt vertriben, wider in die stattvn̄ zii dem jren Helffen moͤge, vnd ward der kriegzwischen graue Rudolphenvnd dem apt nit allein gerichtet, sunder sie verbünden sich zusammen einanderAls noch solchem der apt vonhilfflich zū sein.Apt von santsant Gallen ein grossen hoff halten wolt/ wann zuGallen.Cedisser zeyt was er fast mechtig, schickt er etlich weinLe comtewegen in das Elsas, die selbigen legt im der bischoffvon Basel ernider, wie wol der vō Rötelen so desbischoffs vnd des apts mog was sölichs widerriet-do mit der apt graue Rudolphen deß weniger hilffthet wid den bischoff, aber sein rhat verfing nichts.Bald darnach vmb Pfingsten bewarb sich graueRudolph bey dem apt daß er im zū zog mit dreyhundert ritter vnd knechten, die alle gezelt wurdenan der brugk zu Seckingen do auch graue Ku-dolph lag mir allem seinem gezeuig. So gegen zuͤgder Bischoff vn die statt Basel mit jren Helffern Brisach/ Neuenburg vn Rheinfelden/ graue Rudolphen vn̄ hem apt vô sant Gal-len entgegen Vn nach hem beid theil einander den streyt anbuͤtten, befalch derapt sempaner graue Eberharden von Lüpffen, den selbigen schätzt man ƒomals den theuristen ritter so im land war. Aber hie zwischen kamen etlich grauen/ herren vn̄ guͤt freiind beider theilen, verschuͤfen so vil/ daß die herren beiderseytten in das closter Bücken zu sammen kamen, vnd ward der krieg domalsangestelt. Nach solchen sprach der bischoff, Herr von sant Gallen, was hat vnser fraw verschuldt wider sant Gallen, daß je solchen schaden jren zufuͤgen-So antwurt der apt, Was hat sant Gall verschuldt gegen vnser frawen,daß jr im sein weyn nament, den ritter vnnd knecht solten getruncken haben:Somit zogen sie zu beiden seyten ab.Anno 1270. gieng der krieg zwischen dem bischoff von Basel vnd graue Rudolphen wider an. Graue Rudolph vn der apt von sant Gallen zugen herabmit Irem zeüg biß ghen Seckingen, der meinung die statt Basel zu belegernIn solchem fiel zu Raß sie besorgten nit vil zuschaffen, des halben zuͤgen sie wi-der in das Oberland. Sarnacht legt graue Rudolph ein grosse schatzung vffsein