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Cosmographia. Beschreibung aller Lender durch Sebastianum Münsterum: in welcher begriffen aller Voelker, Herrschaften, Stetten, und namhafftiger Flecken, herkommen: Sitten, Gebreüch, Ordnung, Glauben, Secten und Hantierung durch die gantze Welt und fürnemlich Teütscher Nation ...
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CCXLVII
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CexlvijVon dem Teutschland.ria/ so h. Albrecht lehen hatt vande der äptissen von Seckingen/ namen das land Glaris einlehensyn vn̄ zwangen die selbigen inen schweren. Sarnach vff den Weynacht Seckingen.tag zügen die Zürich ghen Baden biß zu den bädern wolten ettlich gefan-And Sirgen haben, die wurden gewarnet, des halb zerstörten sie die heuser bey den baͤ-dern, zügen die Lindmat nider biß ghen Froidnaw an die Rüß, vnnd heruffghen Baden zu Hem Galgen, do lag des hertzogen volck zu roß vnnd zu füßwol viertausent starck/ greiffen einander manlich an vn fochten zu roß vnd zufuͤß biß ein stund in die nacht. Sie beschah an sant Stephans tag.Anno domini 1352. vff Liechtmeß furen die von Zug vff die von Schweytzvn̄ kamen biß ghen Art an dieletzen. Sie wurden aber von den vo Schweytzwider hinder sich getriben vn geschedigt. Vff den selbigen tag waren zu Zürich gäffte Eidtgnossen vnd bey inen die voͤ Glaris mit 200. mannen Hie statt Zü­ rich zu bewaren, wan̄ des hertzogen volck schediget die statt on vnderlaß.Stadionzu der selbigen zeyt züg herr Walther von Stadion, die von Wesen vndandere des Hertzogen leüt, Das land Glaris inzunemmen, sie wurden aber widerhindersich getriben, vn̄ kam vmb herr Walther von Stadion, auch andere mere. Sarnach vff mitfasten verbranten die von Zürich vnnd je EidtgnossenMünster im Ergöw vnd sunst sieben dörffer, triben hinweg ein grossen raub.Münster imUff solichs zog des Hertzo gen volck xiij. hundert starck ghen tüßnachbey Lu Ergöw ver-brent.cern/ branten das selbige vnd andere dörffer, triben ein grossen raub hinweg.Darnach vff mitten Meien zügen die von Lucern/ Vri/ Schweytz vnd Vn-derwalden fur Habßpurgbey Lucern gelegen, gewunnen das selbige am ystag, Hus, gingbranten vnd zerstörten die veste.Vff den achten tag des Brachmonatsdemo: belegetbelegerten die vo Zürich vn̄ Ire Eidtgnossen die statt Züg, sturmpten die selbigean dem vv. tag. In dissem ward frid geruͤfft vnd abgeredt, so ferr der hertzogdie statt in dreyen tagen nit enschiitten wird, solten die von Gūg als dan henEidtgnossen schweren.Die ander belegerung der statt Zürich .Mff Margarethe belegert h. Albrecht sampt seinen helffern, deren vil waDren, die voͤ Zürich züm andermal mit zwei tausent helmen vn̄ dreyssiget letausent mannen zu fuͤß. Vff Marie Magdalene zuͤgent die vo Zürich vn̄Jre Eidtgnossen auß d'statt/ legten sich an den letze Graben vff den Zürichberg vn̄theten manch scharmutz mit einander. Vff montag nach Laurentij begert Marggraue Ludwig von Brandenburg/ so auch mit seinen zeug bey h. Albrechten lag/den krieg zu verrichten, das selbigewilligeten die von Zürich vii ir Eidgnossen.Gleich in der nacht brach h. Albrechts zeig vff/ macht sich hinweg/ das die vonZürich nit gewar wurden. Am vierdten tag darnach kamen die vnderthedigerghen Zürich vn̄ ward ein endtlicher tag gelegt ghen Lucern, do selbigen wardder krieg zu Herbst zeyt verrichtet, namlich es solt h. Albrecht die xvi. man der Zürcher von Zürich auß der gefencknuß ledig lassen, So gegen solten die von Zürichen krieggerichsledig lassen graue Hansen von Habßpurg, der was dutthaß jar im thuͤrn tet-Weffenberg gefangen gelegen vn̄ macht taslied/ Ich weis ein Glawes Blúmlin. Ses gleichen die von Glaris vn zug Ire eiden ledig sagen, doch solten diebundt sted bleiben, aber onnergriffen die zinß vn nutzung de hertzogen zu gehörig.KeXIIII