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er nicht erschien, sogar von seiner Würde entsetzt. In Folge dieser Ver-handlung hatten sie auch Albrcchten zum Gegenkönige erwählt *). Denschweren Streit mußten die Waffen entscheiden. In der Gegend vonWorms, bei dem Flecken Hasenbüchcl, stießen die Heere der beiden Fürstenam 2. Juli auf einander. Die Nebenbuhler selbst begegneten sich in derHitze des Gefechts. König Adolf ward nach den Einen von Albrechtselbst, nach Andern von seinen Begleitern erschlagen. Der Sieg aberblieb gänzlich auf Albrecht's Seite. Im Gefühl seiner Uebermacht begabsich der Sieger nach Frankfurt, entsagte dort seinen durch die frühereWahl erworbenen Rechten und wurde, wie es wohl zu erwarten war,Ende Juli noch einmal einmüthig gewählt. Nur der Pabst schien ihmseine Würde noch streitig machen zu wollen.
Am Fuße der Alpen wurde die Kunde der neuen Wahl je nach denbisherigen Verhältnissen mit sehr ungleichen Gefühlen aufgenommen. Diedrei Länder wußten, daß ihnen der König wegen der Adolfen bewiesenenTreue zürnte. Demungeachtct schickten sie Abgeordnete nach Straßburg,die Bestätigung ihrer alten Freiheiten zu begehren. Allein obgleich derKönig fast an jedem Tage Geschäfte dieser Art vollbrachte, so erhieltensie dennoch unter dem Vorwande des Mangels an Zeit nur ausweichendeAntworten. Man vertröstete sie auf Boten, die er von ihm aus zu ihnensenden würde. Traurig kehrten sie heim; denn es konnte ihnen nichtentgehen, daß Albrecht andere Absichten mit ihnen vorhabe. Aargau unddie mittlere Schweiz mochten zur Aussteuer eines Herzogs von Oester-reich bestimmt sein. Im Frühjahr 1299 erschien der König vor Zürich,fand aber die Bürger so gut zur Vertheidigung gerüstet, daß er unver-richtctcr Dinge wieder abziehen mußte. Im Verlauf des folgenden Jahres1300 erklärte er sich endlich auch gegen die drei Länder deutlicher.Seine Abgesandten, der Freiherr von Lichteuberg und der Freiherr vonOchsenstein, schlugen ihnen vor, die entfernte und schwache Hülfe desReichs mit der nahen und kräftigen des Hauses Oesterreich zu vertauschen.Man machte sie auf das schwierige ihrer Lage aufmerksam, wenn sie vonlauter österreichischen Ländern umgeben, allein in einer andern Stellungbleiben wollten. Allein in Schwyz, Uri und Unterwalden erhielten dieköniglichen Boten überall die nämliche Antwort, den Ausdruck der festenGesinnung, bei'm Reiche zu bleiben und sich keiner Mittelherrschaft, seidieselbe auch noch so glänzend und noch so Vortheilhaft, zu unterwerfen **).Von da an blieb Albrecht aus gespanntem Fuße mit den Ländern. Inseinem Betragen gegen Bern hingegen schien der König der Deutschen
*) Im Juni 12S8.
*') Tschudi ->il t29S U. 1300.