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I. Band.
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beide Bürger von Bern, gelang es ihm im April 1286 im Predigerklosterzu Bern einen Vergleich zu Stande zu bringen, laut welchem der Abtvon Frienisberg Brunnadern nebst den bei der Besitznahme vorgefundenenGcräthschaften und einer seither eingehängten Glocke, ferner die Frauvon Seedorf mit all ihrer Habe und vier Schwestern von Tedlingen,welche zu Brunnadern zu bleiben und in den Dominikanerorden zu tretenwünschten, den Predigern überlassen und die 14 übrigen daselbst woh-nenden Tedlinger Schwestern nach Tedlingen zurückbringen mußte, wofürseinerseits Frienisberg von den Predigern 154 Mark Silber, jede zu50 Schillingen, Entschädigung erhielt, für die sich Hugo Büwlin ver-bürgte *). Die Schwestern blieben jedoch nicht lange in dem ruhigenungestörten Genusse ihres Klosters, denn schon zwei Jahre spä»r, 1288,bei der Belagerung Bern's, mußten sie sich in die Stadt flüchten, undihr Kloster wurde zerstört. Im Jahr 1293 kaufte Frau Mechtild 6okixg, damalige Priorin des Klosters, Namens desselben, von Ulrichvon Gysenstein mehrere Aecker und Reben im Altenberg, gegenüber demPredigerkloster. Kaiser Adolf gestattete den Nonnen, die er in seinenbesondern Schutz nahm, am Fuße dieser Besitzungen ein Kloster zu bauen,dem er den Namen Marienthal gab, welcher Name sich jedoch baldwieder verlor, so daß nur die Benennung Jnselkloster sich im Lebenerhielt. Kurz vorher waren sie vom versammelten Generalkapitel vonMontpellier in den Predigerorden aufgenommen worden. Allein kaumwar der Bau vollendet, als das Gebäude aus unbekannter Veranlassungwieder von einigen Bürgern von Bern von Grund aus zerstört wurde.Kaiser Adolf nahm diese an den unter seinem Schutze stehenden Kloster-frauen verübte Gewaltthat sehr ungnädig auf, so daß er am 2. August1295 an den Rath schrieb, er könne sich über jenen Frevel nicht genugverwundern und befehle dem Rath, die Bösewichter zu vollständiger Ge-nugthuung für allen dem Kloster zugefügten Schaden anzuhalten, wonicht, so werde er den beleidigten Klosterfrauen selbst Recht verschaffen.Diese letzter» hatten sich indessen nach dem Unglücke theils zerstreut,theils ein in der Stadt dem Predigerkloster gegenüber gelegenes Privat-haus bezogen, wo sie bis zum Jahre 1321 blieben, in welchem sie dieErlaubniß erhielten, ein Kloster auf der Stelle zu bauen, wo jetzt derJnselspital steht **). Zn den frommen Anstalten der Zeit, welche sich

*) Urk. bei Predigern 1286. 14. 6->i.

**) Ryhiner, Geschichte der Stadt Bern, I. Buch. 3. Kap- MeSmer's Jnsel-spital. Urk. König Adolf'S in Ossenbach III- Ilius vcceinlnis Inäici. sex-tirn» cle 1293. Urk. König Adolf s in Lernn II. 6nl. dlsrtü. Inilict. octsvn<l° 1295. Soloth. Wochenbl. Jahrg. 1828, S. 432 u. 434. Urk. KönigAdolf s VII. läus 1295.