historischen Entwickelungsgänge, welchen die Astronomie genommen hat,zu folgen, und zuerst die vorcopernicanische, der sinnlichen Betrachtungsich anschließende Ansicht zu geben, dann erst den großen Umkehrungs-proceß des Copcrnicus. — Die Schriften von Bode und die des ebensogründlichen als populären Brandes unterstützten mich ganz vorzüglich.Das hierher gehörige Blatt Nr. 4 von Stieler's großem Atlas istsehr zu empfehlen. .0
Die zweite Abtheilung befaßt die Beschreib u.ng der Erd-oberfläche, Geographie im engsten Sinne. Diese muß aller Be-schreibung einzelner nach politischen Grenzen abgetheilten Lander voran-gehen. Die politische Abtheilung hat ja großentheils, besonders in un-serer Zeit, M nichts mit jenen natürlichen, durch Gebirge, Flüsse rc.aufgeprägten Charakteren zu schaffen; daher denn die Beschreibung vonFlüssen, Gebirgen rc., wenn sie sich an die politische Landerbegrenzunganschließt, ganz zerrissen und unzusammenhängend wird. Ein Beispielmöge dies recht klar machen. Ich habe den Lauf des Rheins von derQuelle bis zum Meere als Ein Ganzes dargelegt. Wer sich abernach den politischen Landereintheilungen richtet, wird den Rhein zuerstetwa unter den größern Flüssen der Erde, 2) Europas, 3) der Schweiz,4) Deutschlands, 5) Frankreichs, 6) Hollands anführen. Weiter beiden einzelnen Cantonen der Schweiz, nämlich 7) bei Graubündten,8) St. Gallen, 9) Thurgau, 10) Schaffhausen, 11) Zürich, 12) Ar-gau, 13) Basel. Ferner bei den einzelnen Theilen Deutschlands, als14) Tyrol (als Grenzfluß), 15) Würtemberg, 16) Baden, 17) Nhein-baiern, 18) Großherzogthum Hessen, 19) Nassau, 20) Rheinpreußen;zuletzt noch bei den einzelnen Provinzen Hollands, als 21) Geldern,,22) Südholland. So wird sich der Leser aus 22 verschiedenen Stel-len der Geographie das Bild des Rheins stückweise zusammensetzenmüssen. — Mit den Begriffen der Gebirge, z. B. der Alpen, muß esihm ebenso gehen.
Meine Beschreibung beginnt mit den Meeren, dann folgen dieErdtheile. Die Gebirge gehen den Flüssen voran,, welche, gewöhnlichGebirge und Meer verbindend, beide ins Gedächtniß zurückrufen undso dem Lehrer die beste Gelegenheit zu einer Repetition geben. Beider Eintheilung der Meere traf ich mit Berghaus oft zusam-men; mehrere Größenbcstimmungen entlehnte ich von ihm; hin-sichtlich der Begriffe von Gebirgsganzen weiche ich aber vielfach vonihm ab.