Vorrede.
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Sicherheit im Vesthalten dessen, was sich auf Muthmassun-gea und willkührliche Zusammenstellung und allzurasche Fol-gerung zurückführen lässt, nicht Vorschuh und Nahrung ge-geben werde. Der Grundsatz, dass alle geschichtliche Lehr-bücher keinen höheren Zweck haben sollen, als Selbstthätig-keit im Untersuchen und Prüfen, Bescheidenheit im Urtheilenzu fördern, wurde immer im Auge behalten.
ln dem bibliographischen Theile musste die strengsteKargheit, in Nachweisung der Hiilfmittel die umsichtigsteMassigkeit beobachtet werden, da die Büchermasse an sicheins der grössten Uebel unserer Zeit ist, welches oft eigen-thiimliche Gemüthskraft lähmt und in nachtheiliger Abhängig-keit vom Aeusserlichen und Zufälligen erhält; durch Anfüh-rung der Bücher, welche vollständigere Auskunft gewährenund theils wegen ihrer litter. Unentbehrlichkeit, theils in Hin-sicht auf ihren selbstständigen Werth genannt werden muss-ten, kann das beschränktere litterärische Bediirfniss der-jenigen, denen ein solcher Grundriss zunächst und fast aus-schliesslich bestimmt ist, für hinreichend befriedigt erachtetwerden.
Das Verhältniss des gegenwärtigen Lehrbuches zu demfrüher herausgegebenen Handbuche Werden die Sachverstän-digen zu bestimmen wissen. Nur in einzelnen Abschnittenkann es als Auszug gelten; in anderen, namentlich in derGeschichte des Mittelalters, ist der Stoff ganz umgearbeitet,auch vieles Einzelne berichtigt und zweckmässiger geordnet