VI. P !i i I o s o p li i e.
brauchbaren Abriss gab J. Ca. Gatterer 178S. Für He-raldik leistete die Sieimachersche, Wappensammlung 1605,verm. 1734 u. 1776 gute Dienste; die technische Darstellungderselben begann 3/., Vu eso x de la Colo m i:i ere1639 u. vollendeten Pa. J. Sp ex er 1680, J. D. Köhler1734f., J. Ca. G atter er 1766 f. u. Ta. Br yd sox 1795.
144) IV. Kampf blieb das durch alle Zeitalter fortdauernd'wirksame Bildungmittcl der Philosophie; überall, wo dieöffentliche Meinung durch Pfafferey u. Möncherey nicht gefes-selt oder unterdrückt wurde, entschied sich derselbe zu Gun-sten der Humanisten, welche mit überlegener Geisteskraft, ingefälliger Darstellung n. Sprache dem in veralteten, für denMenschenverstand bedeutunglos gewordenen Kunstausdrückenerstarrten Scholasticismus entgegen arbeiteten. Für diese ödeWortdialektik u. Formalspeculation batten Pi co de Miras-d o i. a (§. 95) u. J. 11 eu c li L i .v ( §. 138) 1494 f. durch mor-genländisch-Alexandrinische Kabbalistik zu entschädigen ge-sucht; ihnen schloss sich mit eigenthiimlicher Skepsis der ge-lehrte u. geistvolle H. Co rx. Agrippa v. Nettesheim[ geh. 1486; st. 1535] an: opp. Lngduni p. Bcringos fr. s. a.2. 8; u. als Geistesverwandte sind die theosophischen Natur-philosophen TaEora. Paracelsus [st. 1541], Val.Weigel [st. 1588], Jac.Böhm [st. 1624], Bon. Flu d d[st. 1637] u. m. a. zu betrachten. Im Reformationszeitalter wur-den die Rechte der Yernunftfreyheit, die Bedürfnisse des Ge-müthes, die Foderungen des Geschmackes u. des sittliche Be-lehrung erstrebenden Hausverstandes geltend gemacht vonLuther , Zw ixgli , Huttex, Erasmus, Vi-ves u. v. a.; u. wenn gleich blinder Glaube an des verun-stalteten Aristoteles Untriiglichkeit von allen Freysinnigenverworfen u. das seinen Namen tragende System von vielen,Pet. Ramus [st. 1572], Fraxc. Patritius [st.1597], Nie. Taurellus [st. 1606] u. a. bestritten wur-de, so bekannte sich doch die entschiedene Mehrheit zumgereinigten Peripateticismus, z. B. JA c. Acoxtius 1558,Jac. Faser Stapul. [st. 1537], J. C. Scaliger [st.155S], PII. Melanciitiiox u. v. a. ■— In Teutschlanddem Hauptsitze aller philos. Thätigkeit, war Schulphiloso-phie, zum Theile mit Beybehaltung oder Zurückrufung ihrerscholastischen Gestalt, als wesentlicher Bestandtheil des Ju-