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Erinnerungen aus meiner dritten Schweizerreise : meinem verwundeten Herzen zur Linderung vielleicht auch mancher traurenden Seele zum Trost geschrieben / von Sophie von La Roche
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schüzt, sein Nachbar hingegen um so'mehr beschä-digt wurde. Da sagte einer dieser Gelehrten:

Eine Freiheit zu handle»! welche ohne allegute Anleitung ist, wird dem allgemeinen Beste»,und dem Wohl des Privatmannes schädlich seyn. "

Sie sagten dies bei einem Strom gegen wel-che» man sich verwahrte; sieht nicht diesem Bild dasheutige Frankreichs in etwas ähnlich 'i Da, w»jetzo jeder gegen die Gewalt des Königs nachWillkühr handelt! und nur a» Befriedigung seinerLeidenschaften denkt ! Die Bemerkungen über dieTugenden der schönen chymischen Erfindung desulcali volarils freuten mich sehr, diese GesellschaftGelehrter und Künstler! waren zwischen den Eis-bergen, wo die Sonne und ihre zurückprellendeStralen so heftig brannten, das in Zeit von zweiStunden ihre Gesichter und Hände, ganz schwarzund ihre Haut so empfindlich war , daß das min-deste Reiben an den Kleidern sie verwundete, oderdie heftigste Schmerzen gab. Sie wuschen sich abermit Wasser, in welches etliche Tropfen des alcalrvolmlle gemischt wurde. Alle waren aufferordeut-lich schnell geheilt, und auch die Gesichtsfarbe her-gestellt. Wobei sie sich der Behauptung ih-res großen Chymiker le Sage erinnerten > der