497
vorbei zu kommen, - leitete mich zu der Betrach-tung: Wie viele Seufzer, wie viel Jammer derSeele war in deiieü, welche durch harte Oberge-walt als Staatsgefangene dahingebracht wurden;ich dachre an Moser, an Georgi. Allmählig ka-men wir gegen-Tutlingen die Alpbn Hinabwarts.Bei dieser Stadt liegen auf einer schönen Hohegroße Ruinen des Schlosses der alten Grasen vonWartenbcrg- von welchen man-das angenehmefruchtbare Thal übersieht. Run würde es Abend,und ehe wir die Wälder gegen Baßlingen erreich-ten, Nacht. Diese Ruinen, der Mond, welcher-den Wald beleuchtete, und manche Schattenbilderhervorbrachte, erinnerten mich an Ofsian, der auchim Mondschein unter Eichen bei bemoosten Stei,neu um seinen Sohn klagte,' so wie ich mich an> meinen Franz erinnerte, da ich blühende Bäumesah, und nun bei der sanft an dem Mond vor-übergehenden Wolke an ihn dachte. „ FingalsHarfe schwieg, " sagte sein Vater. „ Ach! die! Flöte, das Klavier meines Franz, schweigen auch;seine Reisfeder, und das artige Talent niedlicheVerse zu dichten, schlafen mit ihm. "
In einem großen Dorfe, Altingen, trafenj wir eine liebe Bauernhochzeit an. Hübsche wohl-