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Achter Band.
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Eilftes Kapitel. Der östreichische

jezt furchtbarer von dort sich zurück, um die Länder der Angreiferzu verderben.

§. 7.

Kaiser Karl VII.

Noch einige Zeit indessen schwoll der Strom der bairisch-fran-zösischen Eroberungen. Wien Selbst zwar griff der Kurfürstnicht an, was nachmals beftig getadelt ward; obschon wohl diefranzösische Politik daran meist Schuld war, und übrigens un-gewiß ist, ob nicht auch den Eroberer Wiens das Unglück würdeereilt haben — aber er warf sich mit seiner Hauptmacht aufBöhmen, drang bis Prag und eroberte, verstärkt durch 20,000Sachsen, diese Königsstadt mit Sturms. Der Großherzog vonToskana, welcher zum Entsaze herbeigeeilt war, wich jezt be-stürzt zurück. Sein Heer zerstreute sich ohne Schlacht.

In Linz hatte der Kurfürst den Titel eines Erzherzogs vonOestreich angenommen, in Prag ließ er sich, umgeben von denhuldigenden Edlen des ganzen Reichs, jedoch unter düsterem Schwei-gen der Gemeinen, zum König von Böhmen ausrufen -); baldeilte er dem Rhcinc zu, um allda die Kaiserkrone der Teut-schen zu empfangen.

Denn schonhattesichin Frankfurt das Wahlkollegium der Kur-fürsten versammelt. Der Marschall von Bellisle, als französi-scher Geschäftsführer, sprach dabei das entscheidende Wort. Kur-fürst Karl Albrecht wurde einstimmig — denn die BöhmischeStimme wurde nicht gehört — als Karl VII. zum Kaiser er-koren ^) und hielt in Frankfurt den überhcrrlicheu Einzug H.Zwölf Tage darauf fand unter gleicher Pracht die Kaiserkrö-nung statt.

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Aber in denselben Tagen endete das Glück Karl Albrechts.Gleichzeitig mit seiner Kaiserkröuung verlor er das eroberte Oest-reich, und ergossen sich Thcresicns Schlachlhaufen über das

I) 2». No»

4) 31. Jänner.

2) 19 Dez.

3) 1742. 24. Jänner.