Successionskrieg. 247
bei Chotusiz eine Schlacht t), worin er abermals siegte. Aberdie Entzweiung und Eifersucht, welche er bereits bei seinen Alliirtenwahrnahm, und die Erschöpfung seines Schazes machten ihn ge-neigt zum Frieden. Auch das englische Kabinet, solcher Stim-mung sich erfreuend, forderte Maria Theresia zum Friedenauf: und so wurden zu Breslau^) die Präliminarien desselbenunterzeichnet. Vermöge derselben trat die Königin ganz Nieder-schlcsien und den größten Theil von Oberschlesien, auchdie Grafschaft Glatz mit voller Souverainetät an Preußen ab.Oestreich sollten blos das Fnrstenthum Teschen, die StadtTroppau, das jenseits des Flusses Oppau gelegeneHochgebirgvon Obcrschlesien, auch die Herrschaft Hennersdorf und dieübrigen in Oberschlcsien eingeschlossenen, zu Mähren gehörigen,Distrikte bleiben.
Der bald darauf zu Berlin geschlossene Definilivfriede ^)bestätigte diese Bedingungen, und führte als Theilnehmer dessel-ben nicht blos die hauptvertragschließendcn Mächte, sondern auchEngland und Hannover, Rußland, Wolfenbüttel undSachsen auf. Dieses lezte, nachdem es also — ohne allenGewinn — den Krieg mit Oestreich geendet, schloß bald daraufnoch einen Allianzvertrag mit demselben*), worin es die Garantieder pragmatischen Sanktion erneuerte.
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England für M. Theresia.
Von dem gefährlichsten Feinde, dem König von Preußen,durch diesen Frieden befreit, hatte Oestreich ein desto entschiede-neres Waffenglück gegen die übrigen. Kaum waren die Prälimi-narien unterzeichnet, als Prinz Karl von Lothringen, vereinigtmit dem Fürsten Lobkow iz, die französische Macht unter Brogliound Bellisle bis unter die Kanone» von Prag trieb, und hier-auf in dieser Stadt einschloßt). Ein drittes Heer, unter demMarschall Maillcbois, wurde nun vom Rhein her gesendet,um die Bedrängten zu erretten, wagte jedoch den Angriff nicht
1) 1742, 27. Mai. 2) 1742. 11. Juni.
3) 28. Juli. 4) 20 Dez. 5) Juni 1742.