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Achter Band.
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262 Eilftes Kapitel. Der östreichische

unglückliche Prinz, nach langem Umherirren, nach Erduldung un-erhörter Gefahren und Mühseligkeiten, entrann doch seinen blut-gierigen Feinden, und gelangte am Bord eines französischen Schiffesnackt und hilflos an die Küste Frankreichs. Sein Sieger Cum-berland wurde königlich belohnt von dem brittischen Parlament.

Aber nach glücklich vollbrachter Arbeit im Schlachtfelde beganndie schrecklichere des Henkers. Gleich nach dem Siege bei Cul-loden hatten die Engländer einige Hundert Bergschotten vomHeere Eduards in einer Scheune verbrannt. Regelmäßiger, aberwegen der mißbrauchten Formen des Rechts desto erschütternder,war der gerichtliche Mord der getreuesten und edelsten Freunde desPrinzen. Viele derselben wurden zur Richtstätte geschleift, alldagehängt und geviertheilt, nachdem man ihnen das Herz aus demLeibe gerissen und damit in's Antliz geschlagen hatte. Die LordsKilmarnok und Balmerino, Devenwater, und der achtzig-jährige Lovat starben durch Henkershand. Der König, das Rechtder Begnadigung ausübend, verwandelte Die Strafe des Hängensund Viertheilens in jene des Schwertes. In Aork, in Carl-isle, in Pcnrith, in Brumpton, am meisten in London,fielen Tag für Tag die Häupter der Getreuen Eduards. Einigehundert Edle starben also, meist heitern Muthes und auf demSchaffst noch die Verdienstlichkeit ihrer That preisend; von derSchaar der Gemeinen wurde der 20te Mann durch's Loos zurHinrichtung verdammt, der Uebcrrest deportirt.

Also endete der lezte Versuch des Hauses Stuart zur Wieder-erlangung seiner legitimen Macht. Der Prinz Eduard, derSchüzling Frankreichs, verlor durch den nächstfolgenden Friedendieses ihm früher zugesicherte Asyl. Vergebens berief er sich aufdie ihm gemachten Zusagen. Das Begehren Englands war ge-wichtiger. Mit Gewalt und unter persönlicher Mißhandlung wurdeder Enkel so vieler Könige über die Grenze Frankreichs geschafft.

8. 17.

Französische Eroberungen in den Niederlanden.

Revolution in Holland.

Die Unternehmung des Prinzen Eduard, fruchtlos in derHauptsache, hatte jedoch große Wirkung auf den niederländi-