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Achter Band.
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Successionskricg.

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Oestreich während des Krieges abgetretenen Landesstrecken, »ndOestreich trat weiter, für den Rückcmpfang seiner verlorenen Nie-derlande, Parma, Piacenza und Guastalla an den JnfantenDon Philipp ab. Diese Länder sollten aber (welche Klausel jedochvon Neapel verworfen ward), und zwar Piacenza an Sardinien,die übrigen an Oestreich zurückfallen, wenn Don PhilippsMannsstamm erlöschen, oder wenn er den Thron Siciliens oderSpaniens besteigen, nicht minder, wenn der sicilische König zumspanischen Throne gelangen würde. Auch die Abtretung Schle-siens und der Grafschaft Glaz an Preußen wurde bestätigt undgarantirt. In Rücksicht der Interessen Englands wurde derAssiento-Traktat für die 4 Jahre, da er wegen des Kriegesunterbrochen worden, neuerdings bestätigt. Dünkirchen durftevon der Landscite befestigt bleiben; der Prätendent aber sollte ausFrankreich verwiesen werden.

Dieses Ende nahm der blutige achtjährige Krieg um das habSbur-gische Erbe. Troz aller Triumphe und der ruhmvollsten Erhe-bung , troz dem sonnenklarsten Recht Marien Theresienshatte gleichwohl nur Sie einige Einbuße an Land zu erleiden.Doch hatte Oestreich, obschon seine eigenen Länder meist derKampfplaz waren, weit weniger innere Erschöpfung erfahren alsdas stolze Frankreich; ja es stand am Ende des Krieges ungleichkräftiger, als bei dessen Beginnen da. Eine ungeahnete Lebens-kraft hatte sich durch die mächtige Aufregung in dem Riesenkörperentwickelt, und es lohnte der weiseren Hand, welche nunmehr dasStaatsruder lenkte, mit freudigem Aufblühen.

Auch nach dem Friedensschluß blieben die Mächte, bewaffnet,und sorgsam eine jede nach den Bewegungen aller andern blickend.Nicht von den geschriebenen Traktaten, blos von dem Gleichge-wicht der Macht erwartete man die öffentliche Ruhe; und dieStaatsmänner glaubten, daß auf einer Seite Oestreich mit einemTheile Teutschlands, dann England, Holland, Rußlandund Sardinien, auf der andern Seite aber Frankreich, Spa-nien, das bourbonischeJtülien,Preußen mit einem andernTheile Teutschlands und Schweden sich die Wage zu haltenwechselseitig vermöchten. Dieser Balance und einer stehenden Waf-fenmacht von einer Million besoldeter Krieger vertraute daschristliche Europa seinen Frieden.