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Achter Band.
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des siebenjährigen Krieges.

Friedrich, Bischof von Lübeck, gelangte, wie wir oben sahen,durch russischen Einfluß zur Krone Schwedens; und der könig-lich Dänische Thron war schon längstens besczt durch dasselbe— ursprünglich Oldenburgisch-Delmenhorstische —Haus.Dieses Haus gebot demnach jczt von der Holländischen bisan die Sinesische Grenze.

Der neue russische Großfürst, Karl Peter Ulrich, wurdevermählt mit der Prinzessin von Anhalt-Zerbst, SophieAuguste Friederike, welche bei ihrem Ucbertritt zur griechischenKirche den Namen Katharina Alericwna annahm: eine dergrößten — wenn auch nicht achtungswürdigsten — Frauen inder Geschichte.

Das Gebäude, wozu Peter iVI. den starken Grund gelegt,erhob sich also zusehends. Mittel - und Westeuropa fühltenbereits den wechselnden Einfluß Rußlands.

§. 5 .

Preußen.

Die Erhebung der Moskowitischen Macht — als etwadie Stelle der gesunkenen Schwedischen ersczend — würdewohl dem europäischen System noch keine gänzliche Veränderunggebracht haben. Aber die durch Friedrich ll. plözlich geschaffenePreußische Macht verwirrte alle bisherigen Verhältnisse, undgebar eine ganz neue Ordnung der europäischen Dinge. Vorbe-reitet zwar war diese Schöpfung schon länger durch des großenKurfürsten und durch der beiden ersten Könige kluge, vom Glückbegünstigte, und beharrlich nach einem Zwecke strebende Verwal-tung. Aber Europa wußte es nicht; und gleich einem glänzendenMeteor stieg Friedrichs II. überraschende Heldcngrößc ampolitischen Horizonte auf.

Außer dem herrlichen Schlesien und Glaz, welche er vonHabsburgs Erbe an sich riß, erwarb dieser König Ostfrics-land'), vermög einer 1694 seinen Vorfahren ertheilten kaiser-lichen Anwartschaft, die er jczt beim Tode des lezten ostfriesischenHerzogs, Karl Ezard, geltend machte, wiewohl unter Wider-

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1) 1744.