beS siebenjährigen Krieges. LS9
Königs zogen. Zwar verließen sie dasselbe wieder, als Katha-rina ll., welche durch eine plözliche Revolution den Thron ihresunglücklichen Gemahles bestiegen, die Allianz widerrief, blos denFrieden bestätigend: aber auch ihre kurz dauernde Hilfe hatte we-sentlichen Vortheil gebracht, und ohne dies sah Preußen, alsjezt von zwei Feinden befreit, seine Ueberlcgenheit hergestellt.
§. 15 .
Fortsezung.
Die Oestreicher zumal empfanden dieselbe. Dann warddurch eine Reihe von Gefechten von Schweidniz weggetrieben,bei Reichenbach empfindlich geschlagen ^), 'und hierauf Schweidnizerobert ^). Auch in Sachsen erlitten die Oestreicher großen Ver-lust bei Freiberg ^), woselbst sie kurz zuvor einigen Vortheilerrungen. Außer Dresden und Glaz hatten sie nunmehr keineEroberung mehr inne; sie mußten dagegen Böhmen durch preu-ßische Streifzüge verwüstet, und das teutsche Reich bis an dieDonau von preußischen Parteigängern gebrandschazt sehen.
Zu den vielen blutigen Schlachtfeldern, welche in den Rhein-und Weser-Landen der siebenjährige Krieg sich auserlesen, kamenjezt noch mehrere neue, wie jene bei Grebenstein und beiLuttersberg, wo die Franzosen geschlagen wurden, und dasauf dem Johannisberg». woselbst sie siegten. Aber im Ganzenblieb das Waffenglück im Gleichgewicht; keine Entscheidung, nurLeichenhügel waren die Frucht dieser Kämpfe. Der Friedensruf,der jezt ertönte, endete den unseligen Streit.
8 . 17 .
Krieg zur See, auch in Amerika und Ostindien.
Solcher Ruf aber war meist die Folge des Waffenglückcs,welches die Britten gegen Frankreich zur See, und in allenWelttheilen gehabt.
Zwar beim Anfang des Krieges hatten sie unter Bradokeine Niederlage am Ohio erlitten H. Auch hatt 1756 der Her-zog von Richelieu die Insel Minorka erobert, nachdem derenglische Admiral Bing durch jenen der Franzosen, G alissoniöre,
11 16. Aug..1762.4) 1755. 8. Juni.
2) 9. Okt.
3) 29. Okt.