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Achter Band.
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368 Fünfzehntes Kap. Nordamerika». Revolution.

befreite die alt englischen Kolonien von der gefährlichen Nachbar-schaft der französischen Pflanzer. Von nun an bedurften siedes brittischen Schuzes minder. Ihr Selbstgefühl, so wie ihreKraft, stieg seitdem zusehends; und sie trugen jezt minder gedul-dig als zuvor die Handelsbeschränkungen, welche das Mutterlandihnen auflegte. Der Schleichhandel ward daher mit steigenderKühnheit getrieben, welches die Engländer zu harten Zwangs-Maßregeln bewog, die jedoch rückwirkend auch ihren eigenen Han-del lähmten.

Schon jezt brach das allgemeine Mißvergnügen in laute Kla-gen und mitunter in thätliche Widersezung aus.

§. 2 .

Ursprung des Zwistes mit England.

Doch nicht allernächst aus dieser Quelle, wo das natürlicheRecht offenbar auf Seite der Kolonien war, sondern aus einerviel zweideutiger» entsprang der Bruch mit dem Mutterlande;und dieses leztcre, nicht eigentlich wegen Tyrannei, sondernblos wegen der Unnatürlichkeit des ganzen Verhältnisses zwi-schen einem herrschenden Mutterland und einer dienenden Kolonie,verlor seine Gewalt einzig und allein durch die That des Mün-digwcrdens Amerika's.

Nichts konnte gerechter scheinen, als daß die Kolonien Selbstden Aufwand trügen, welchen ihre Verwaltung und ihr Schirmerheischten. Auch mochte für billig erachtet werden, daß Amerikaeinen Theil der Schulden decke, mit welchen England zur Be-schüzung seiner Kolonien gegen die bourbom'sche Macht im sieben-jährigen Krieg sich beschwert hatte. Von diesen Ansichten aus-gehend , beschloß das englische (Grenvill'sche) Ministerium unterZustimmung des Parlaments, daß von verschiedenen Einfuhr-Ar-tikeln in Amerika eine Abgabe erhoben, und bald darauf, daßdaselbst das Stempelpapier solle eingeführt werden (1764, 5. Aprilund 1765, 22. März). Ja, man erklärte zugleich, daß der Ueber-schuß solcher Abgaben in die Schazkammer des Königs von Eng-land fließen solle.

Gegen diese Akte erscholl lauter Widerspruch in allen Kolo-nien, obwohl von ihnen Mary land allein das anerkannte Recht